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Silicon Messiah

Label: Steamhammer (2001)

Blaze Bayley dürfte den meisten Metalfreunden noch aus seiner Zeit bei Iron Maiden in Erinnerung sein. Nach den beiden enttäuschenden Alben „The X-Factor“ und „Virtual XI“ und der damit verbunden Trennung von Maiden ist „Silicon Messiah“ das erste Album von Blaze. Komplettiert wird die Band durch die beiden Gitarristen Steve Wray und John Slater, Bassist Rob Naylor und Drummer Jeff Singer. Wer jetzt glaubt, Blaze würden die gleiche Mucke wie Iron Maiden fabrizieren, der irrt gewaltig. Silicon Messiah geht musikalisch in eine ganz andere Richtung. Textlich handeln die 10 Songs von einer düsteren Zukunft, in der die Maschinen immer mächtiger werden und die Menschen beherrschen. Vom Sound her drückt sich das Ganze durch dunkle Melodien aus, die eine depressive Stimmung erzeugen und sich von daher sehr gut mit den Texten ergänzen. Bayley´s Stimme verleiht diesem Album eine dunkle Atmosphäre und passt wesentlich besser zur Musik, als dies noch bei Iron Maiden der Fall war. Die meisten Songs sind im Mid Temp Bereich gehalten, wobei auch einige schnellere Stücke enthalten sind. Herauszuheben sind sicherlich ‚Silicon Messiah’, ‚The Stranger’ (Starker Refrain!) und ‚Identity’.

Blaze liefert mit „Silicon Messiah“ ein beachtliches Debütalbum ab, dass mit Sicherheit seine Zuhörer finden wird. Man darf auf weitere Taten gespannt sein.

Oliver Bender






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