Reviews

Silent Company

Label: LMP Music (2005)

Mit „Silent Company” legt uns die australische Hoffnung in Sachen melodischer Power Metal die zweite Scheibe auf den Tisch. „Sands Of Time“, das Debüt, wurde vor 2 Jahren überschwänglich in der Szene begrüßt und legte die Meßlatte für Album Nr. 2 recht hoch. Schafft es „Silent Company“, den für das Debüt erhaltenen Lorbeeren gerecht zu werden? Das ist die Frage, die hier beantwortet werden soll. Die Antwort fällt kurz, knapp und bündig aus: Ja!

Noch immer setzen die Jungs aus dem Land von AC/DC und den boxenden Beuteltierchen auf eine Mischung aus traditionellem Power Metal und europäischem Melo-Speed Metal der Marke (frühe) Helloween. Daß das ganze nicht in Stratovarius-/Edguy-/oder ähnlich gelagerte Sphären abdriftet, ist dem 99prozentigen Verzicht von Keyboard-Sounds und einer härteren Ausrichtung zu verdanken, so dass man hier wirklich von Power Metal reden kann. Hier galoppiert ein Pferd nach dem anderen im Karacho über die Ziellinie, angeführt von der prächtigen Stute ‚Firestorm’. Zwischendurch wird auch mal ein Blick zum ruhigeren Dressurreiten (das keltisch angehauchte John English-Cover ‚Six Ribbons’ oder die unkindische Helloween-Verneigung ‚Silent Company’) rübergeworfen.

Aber zurück ins heimische Musik-Studio: „Silent Company“ schafft es, den Hörer mit endgeilen Melodien zu verzücken und sich endgültig in der Melodic-Power Metal-Liga zu etablieren. Die Instrumental-Front feuert ein exquisites Trommelfeuer nach dem anderen aus den Rohren und dürfte dem nicht gerade reich an Metal-Acts gesegneten Mutterland eine weitere Metal-Band zugefügt haben, die bereit ist, den Durchbruch zu schaffen!

Michael Meyer