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Infinity

Label: Drakkar (2002)

Tarja Turunen von Nightwish, Sabine Edelsbacher von Edenbridge, Candice Night von von Blackmore`s Night dazu musikalische Unterstützung von Jörg Michael (Startovarius) und Fabio Leone (Rhapsody) - Unmöglich zusammen auf einem Album?

Beto Vazquez (Ex-Nepal) hat mit seinem Debütalbum „Infinity” das eigentlich unmögliche wahr gemacht und mit die Größten der Größten auf einer Scheibe zusammengetrommelt. Dementsprechend hoch sind auch die Erwartungen an das Album, bei solch einer Starbesetzung zu glänzen. Gehen wir aber zuerst einmal hypothetisch davon aus, ein Debutalbum in der Hand zu halten, auf dem größtenteils unbekannte Musiker ihr Können präsentieren, schauen wir mal was dabei rauskommt und vergleichen das Ergebnis mit den anfangs hohen Erwartungen:

Wundeschöne Melodien und engelhafter Gesang erwarten uns beim Einstieg in die Platte mit ‚Until Dawn’, gesungen von einer gewissen Tarja..., einem sehr Keyboardlastigem Stück, das im Vergleich zu den folgenden Tracks etwas härter ausfällt aber immer noch im Rahmen von sanften Klängen rangiert. Eine gewisse Sabine Edelsbacher stellt die Leadsängerin vom folgenden Song ‚Wizard’ dar, immer wieder im Background unterstützt von Tarja Turunen, deren beiden Stimmen sehr harmonieren und ein warmes Gefühl beim Hörer erzeugen mit der sehr ruhigen Ballade. Mit ‚Sadness Of The Night’ setzt sich diese Stimmung fort und wird dann durch das in 5 Konzeptstücke mit dem Titel „Voyagers Of Time“ einführende Instrumental ‚Through Times Part I’ abgelöst. Dieser komplette Konzeptpart (größtenteils vorgetragen von Candice Night) passt durch seine schon fast mittelalterlich romantisch angehauchten Tracks mit Flötenspielen und allerlei seichten Instrumenten zwar nicht so wirklich in die komplette CD, bietet aber dem Hörer einige wunderschöne Minuten zum Relaxen und Träumen. Mit ‚Infinity Space’ zeigt auch Drummer Jörg Michael sein Können mit Double-Bass Einlagen und etwas härterem Drumming, was der Mischung auf der CD sehr gut tut. Höhepunkt der CD bildet aber ohne Frage der bombastische Rausschmeißer ‚The Battles Of The Past’, bei dem Fabio Leone sein Können preisgibt und dem Stück seinen Stempel aufdrückt. Bei der objektiven Zusammenfassung würde ich sagen: Einfach wunderbar, was auf dem Album geboten wird an Stimmung und balladeskem, subjektiv mit dem Hintergrund hier die mit besten Stimmen und Instrumentalisten auf dem Album vertreten zu haben muss man sagen, dass die Scheibe auch ohne das Drumming von Jörg Michael und ohne das Mitwirken von Fabio Leone ein Knaller geworden wäre, da beide Musiker in ihrem Spezialgebiet kaum gefordert werden, sondern eher des Namens wegen auf der CD vertreten sind. Trotzdem ist „Infinity“ sicherlich eine der Balladenreichsten Platten des Jahres und rangiert bei mir sehr weit oben in der Rangfolge der besten CDs!

Thomas Schmitt