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The Process Of Belief

Label: Epitaph (2002)

Im Vorfeld wurde schon viel über die anstehende Veröffentlichung vom Urgestein Bad Religion spekuliert: wird die CD diesmal an die alten Zeiten anknüpfen oder liefern sie wieder eine durchschnittliche Leistung ab? Nun ja ich habe die Ehre euch das nun zu erklären wo sich Bad Religion im Jahr 2002 aufhalten werden. Den Anfang macht ‚Supersonic’, ein eingängiger, aber doch recht schneller Song. Gefolgt von ‚Prove It’ und ‚Can´t Stop It’ zwei ebenfalls recht zügige Songs, die doch stark an ihr Schaffen aus ihren 80er Alben erinnern. Mit ‚Broken’ haben die Jungs ein recht depressives Lied aufgenommen, Punkrock im Wechsel mit Akustik, eine typische Bad Religion Mischung der letzten Jahre. ‚Destined For Nothing’ ist ein richtig schöner Singalong geworden, bei dem auch der obligatorische ohohohh-Part nicht fehlt. Der darauf folgende Track ‚Materialist’ soll wohl auf die vielerorts eingebürgerte Mentalität der Menschen anspielen, das dieser Song allerdings gut rüberkommt mussten sich die Jungs eine einprägsamen Text und eine gute Melodyline ausdenken, gesagt getan, einprägsam und melodisch. ‚Sorrow’ wird wohl die erste Singleauskopplung werden, für mich klingt dieser Song zu Beginn ein wenig abgehoben (vom Rest des Albums), denn er beginnt leicht funky und der Gesang kommt leicht eintönig rüber, aber es dauert nicht lange bis die Jungs in gewohnter Manier den Chorus herunter rasseln und es im typischen Punkrockstil weiter geht, überzeugend ist der Refrain und das richtig gute Gitarrensolo gegen Ende. Einen richtig guten Mainstream Song á la ‚Punkrocksong’ ist Bad Religion mit ‚Epiphany’ gelungen, der wohl melodischste Song des ganzen Albums. Bei ‚Evangeline’ legen sich Brett und Co noch mal so richtig ins Zeug, denn sie haben den Chorus mit einer unheimlichen Energie eingespielt. Ein paar Song sind jetzt noch übrig, aber die solltet ihr euch schon selbst anhören, denn alle Songs zu besprechen wird doch mit der Zeit zu langweilig. Als Fazit kann ich nur festhalten, das „The Process Of Belief“ das beste Bad Religion Album seit „Stranger Than Fiction“ ist, denn die Jungs um Brett Gurewitz geben endlich mal wieder richtig Gas und sind nicht so nah am Mainstream Punk dran wie bei ihren drei Alben zuvor.

Nils Manegold






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