Reviews

The Renegades

Label: Sony (2016)

„Ehrgeiz“ bedeutet der Name der Band, der aus dem Japanischen stammt. Die Platte hingegen „Abtrünniger“, zwei Worte die sich nur bedingt ausschließen müssen, was die Band aus Schottland, genauer aus Glasgow, unter Beweis stellt. Sie spielen einen harten, tiefen, teils sehr düsteren Sound. Die Kompositionen sind durchtränkt von eigenen Erfahrungen, damit von Gefühlen und diese finden ihren Ausdruck in der Komposition. Alternative wäre nur ein sehr allgemeiner Überbegriff um diese Band zufassen zu bekommen, da sind auch noch diverse Einflüsse wie eine Portion Core oder auch Nu Metal, Progressive oder auch Ballads …

Dieses Album ist so vielschichtig, dass man es kaum in Worte fassen kann, sondern euch auf Entdeckungsreise schicken muss und die ganzen Lauschproben lediglich Empfehlungen sind, wer die Zeit hat sollte sich dieses ganze Album anhören. Breaks, Midtempo und Blast – sogar alles in einem Song. Inhaltlich ein sehr persönliches Album aber zugleich auch so allgemein, dass sich jeder Fan wieder drinnen finden kann. Kämpfe mit sich und der Umwelt, Unverständnis nicht verstanden werden, Selbsterkenntnis und Reinigung – darum geht es grob inhaltlich. Themen die jeder Fan, jeder Mensch kennt. Los geht es mit ‚Spreading the Disease‘, nein, es ist kein an Anthrax angelehntes Musikstück, auch nicht Queenryche. ‚D.E.A.D.‘ steht für die Wandlung und Neubeginn, ‚The Renegade‘ der Schulterschluss mit den Fans, der Aufruf zu dem zu stehen was man ist. ‚Dorothy Gale‘ die Abrechnung mit dem Dauer-Touren und seinen Begleiterscheinungen …

Mein Tipp: Ich bin kein Freund von Core oder gar Nu Metal, aber dieses Album ist konventionslos, das macht einfach nur Spaß. Der Groove ist überwältigend, die Abwechslung fantastisch. Diese Band sind wahre Renegades, auch musikalisch! Die Pommesgabel zum Gruße!!!

10/10

Car Sten






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