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Go Too

Label: Esoteric Recordings (1977/2009)

Ich könnte wetten, dass es bei Euch nicht besonders viele gibt, die mit dem Namen Stomu Yamashta etwas anfangen können. Dabei ist dieser japanische Ausnahmemusiker und Komponist bis heute aktiv. Seine ersten Erfolge feierte er mit seinem Red Buddha Orchestra, bei dem Rock und Jazz genauso Einzug hielten, wie ostasiatische Musik.

Am bekanntesten ist er allerdings für seine Fusion Supergroup Go, die er zusammen mit Steve Winwood (Traffic), Michael Shrieve (Santana, Sammy Hagar), Pat Thrall (Pat Traver, Glenn Hughes), Al Di Meola (Return To Forever), Klaus Schulze (Tangerine Dream) und einigen anderen aus der Taufe gehoben hatte. Man veröffentlichte eine Studioscheibe und eine Live Doppel LP, die bis heute zu den Sahnestücken funkig-rockiger Fusionmusik zählen. Danach verabschiedete sich der vielbeschäftigte Steve Winwood und wurde durch Jess Roden (Paul Kossoff) ersetzt. In dieser Besetzung kam es zur letzten Go Scheibe mit dem Titel "Go Too".

Hier waren die Songs ein Eckchen kompakter und verwoben wieder einmal funky Beats mit klassischen, jazzigen und rockigen Themen. Die Instrumentalarbeit ist wie immer erste Sahne, auch wenn der soulige Gesang eines Steve Winwood einfach nicht zu ersetzen ist. Nach diesem Abschluss der Go Saga wandte sich Stomu Yamashta vor allem seiner klassischen Vorliebe zu, die er seitdem in verschiedenen Schwerpunktsetzungen verfolgt. Mit diesem üppig ausgestatteten Remaster und seinem wie immer vorbildlich gestalteten Booklet ist eine weitere schmerzliche Lücke der 70er Jahre geschlossen!

Frank Scheuermann






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