Reviews

And in the Abyss they sleep

Label: Rob Mules Records (2018)

Das zweite Album der Senkrechtstarter aus Tromso in Norwegen steht an in die Regale der Nation zu gelangen. Die Band, die sich nur auf ihre kompositorische Stärke verlassen und gesetzt hat. Kein Ton kam vor dem ersten Musikvideo heraus, niemand hatte Kenntnis von dieser Band und dann kam das Video und öffnete in kürzester Zeit alle Türen für die Band. Konzert- als auch Festivalanfragen. Ihr eingängiger stellenweise progressiver Hard Rock geht in jede Windung des Gehörganges und erzeugt Gefühle, wenn der Song dann noch, wie sehr oft, äußerst melodisch ist, dann, ja dann …
 
Die Stimme des Fronters, der auch zugleich der Bassist ist, Paul-Rene, hat eine sehr schöne Klangfarbe und ein gutes tonales Volumen und Umfang, wodurch die Vocals sehr schön getragen übermittelt werden, ohne große Hektik oder sonstige Verfälschungen. Selbst bei progressiveren Klängen, bei denen auch die Taktung ein wenig härter und schneller wird, überzeugt diese Stimme auf ganzer Linie. Dann noch die Gitarren die ab und an die nötigen Soli oder sonstige Akzente setzen, ein variables Drumming. Aber Träger des ganzen Songarrangements ist und bleibt der Fronter mit seinem Bass. Die Stimme und die nötige Tiefe in Personalunion. Als Lauschproben würde ich euch ‚Ecjoes Diminish‘, ‚Searching‘ oder auch den Titeltrack ‚In the Abyss they Sleep‘ ans Ohr legen wollen. Das Intro ‚In the Abyss‘ hätte man anders kreieren müssen oder ganz weglassen, passt nicht und ist nichtssagend…
 
Mein Tipp: Ein bis auf das Intro super spannendes, abwechslungsreiches, überraschendes, vielschichtiges Album, welches nicht den klassischen Hard Rock folgt, sondern seine eigene Welt erschafft, mit vielen Facetten und der zentralen Komponente: Die Stimme des Bassisten, Hammer-Album testen ist Pflicht. Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
10/10
 
Car Sten






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