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De praestigiis Anglorum

Label: Agonia Records (2015)

Das lang erwartete und ersehnte Debutalbum dieser französischen Blackmetal-Truppe. Frankreich hat eine sehr gepflegte Blackmetal-Kultur zu bieten, nicht viele Bands, die die aber vorhanden sind spielen diesen sehr gepflegt und machen ihr eigenes Stück daraus. So auch bei den Jungs, wobei es sich nicht wirklich um Unbekannte handelt. Dieser Dreier besteht aus aktuellen und ehemaligen Mitgliedern von Aosoth und Antaenus.

Das was man hier auf die Ohren bekommt ist aber schon sehr ohrenbetörend und zum Teil auch sehr zermürbend. Die angepriesene Gitarrenarbeit ist absolut zu vernehmen, führend und voran schreitend aber auch teilweise mit Wiederholungen die in den Bereich Hypnose gehen. Im selben Takt folgend das schön dumpf aber immer drückende Schlachtwerk und wenn Midtempo dann aber richtig. Los geht es mit einem zunächst betörend inszenierten Intro das in seinem Verlauf aber unsaubere Züge erhält, ein Vorbote. Denn mit ‚Par le jugement cause par ses poisons‘ folgt der richtige Hinhörer und der Hallo-wach-Effekt kommt gleich mit. Die infernalischen Drums, die tiefst derben und bösen Growls machen dieses zu einem richtig fetten Song. Aber auch die zermürbend-grellen Gitarrenläufe bei manch einer Wiederholung widersprechen nur am Anfang der an sich dunklen und tiefen Grundnotation des Blackmetals. Ihr bekommt hier acht Songs die voll auf die Zwölf gehen und ihre eigene Blackmetal Welt offenbaren.

Mein Tipp: Wer Blackmetal mag, infernalisches Drumming braucht, geile Gitarrenläufe liebt, der ist hier genau richtig. Dieser französische Wind tut richtig gut, denn das Grundgeknüppel ist auch hier sehr deutlich zu vernehmen, aber eben nicht nur. Teste an du dann werdet auch sagen: Die Pommesgabel zum Gruße!!!

10/10

Car Sten






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