Reviews

The Fourth Season

Label: Dockyard1 (2007)

So wie bei den meisten progressiven Formationen das Cover schon gleich die eingeschlagene Marschrichtung verrät, trifft es auch bei der neuen Platte der Aussies genau auf den Punkt. Fantastisches Artwork, das perfekt auf die fast schon verträumte und dennoch ausdrucksstarke Musik der Band passt. Spätestens seit dem letzten regulären Studioalbum "Embrace The Silence" sind Vanishing das Melodic Metal Aushängeschild aus dem Känguruland und holen nun mit "The Fourth Season" zum nächsten Rundumschlag aus.

Auch bei dem neuen Output sind Vanishing Point ihrem Stil treu geblieben und lassen die früher progressiv ausgerichtete Schlagseite weitestgehend in der Schublade. "The Fourth Season" präsentiert gewohnt starkes Songmaterial, das eher zum Entspannen als zum Bangen einlädt. Fast schon traditionell ist auch auf diesem Album der Opener 'Embodiment' mit einer der stärksten Songs, begeistert durch seinen hervorragende Gesangslinien und starke Melodien, gepaart mit dem nötigen Speed. Im Vordergrund der Scheibe stehen aber ganz klar Songs wie 'Tyranny Of Distance' oder 'Surrender', treibende Midtempotracks, die an sich recht einfach erscheinen, in punkto Melodiegefühl und Rhythmusarbeit aber ihres gleichen suchen. Die Keys verleihen dem Ganzen die entsprechende Note und lassen auch leicht dramatische Elemente miteinfließen (wie z.B. bei 'Hope Among The Heartless' geschehen). Selbst das fast schon langweilig beginnende 'One Foot in Both Worlds' wandelt sich recht schnell zu einer atmosphärischen Halbballade, die durchgehend auf hohem Level agiert. Fast schon überflüssig zu erwähnen, dass Frontmann Silvio Massaro wieder mal einen exzellenten Job macht und den Stücken durch seinen Ausdruck sehr viel Emotion verleiht.

Doublebass-Gewitter, aggressive Vocals, Headbanging Training; dafür ist "The Fourth Season" die falsche Platte. Wer sich hingegen eine der führenden Melodic Metal Acts mal zu Gemüte führen will, ist bei Vanishing Point genau richtig. Die Australier beweisen einmal mehr ihr Feeling für starkes Songwriting und den entsprechenden atmosphärischen Touch. Starkes Eisen!

Oliver Bender






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