Reviews

Malice In Wonderland

Label: Maddening Media (2008)

Geht man vom Promoflyer, dem Albumcover und auch der Website der Band aus ordnet man Uninvited Guest ohne weitere Überlegungen zum Gothic Rock. Lässt man jedoch die CD die erste Runde im Player laufen zweifelt man an seiner Entscheidung. Viel zu Symphonisch klingen die einzelnen Songs. Alleine die Texte können einen an den Goth noch erinnern, denn diese sind ziemlich düster. UG sind weder Power Metal noch Gothic. Diese wirklich interessante Band hat ihren völlig eigenen Stil und zieht damit die Hörer in Ihren Bann.

Der Silberling "Malice In Wonderland" besteht aus 13 Songs die für mindestens 50 Minuten für richtig gute Musik sorgen. Es ist sehr schwer dieses Album zu beschreiben oder zu erklären was einen erwartet. Man kann vielleicht sogar sagen, dass die CD auf ihre eigene geniale Weise ziemlich seltsam ist. Eine Mischung aus Elektro, Symphonic-Rock, Jahrmarktmusik, Metal und Gothic. Uninvited Guest haben es wirklich geschafft das alles zu verbinden und in Einklang zu bringen. Es ist nicht üblich, dass so viele verschiedenen Stile zusammenpassen und auch gut in Szene gesetzt werden. Hier ist dies aber eindeutig der Fall. Die Vocals sind sehr klar und ausdrucksstark, eine Stimme die nicht nervt und ebenso wenig langweilt. Wahrscheinlich ist es die Art die UG gehen "Abseits der normalen Wege", man kann ihre Kunst nicht definieren. Das macht sie für mich sehr sympathisch. Endlich mal was anderes auf dem Musikmarkt. Düster ist die Platte trotzdem und zwar in ihren Lyrics. Diese sind aus dem Leben gegriffen und erzählen die Freud- und Leidgeschichten verschiedener Menschen. Vor allem jedoch die tragisch und traurigen Momente wie z.B. bei 'Abigail' hier geht es um Missbrauch von einem Vater an seiner Tochter. Heftige, wahre Texte zum nachdenken.

Diese interessanten Ecken und Kanten welche das Album vorweist zeigt eindeutig den großen Ideenreichtum der Band. Doch kann sich damit wirklich jeder anfreunden? Ich bin absolut begeistert davon, jedoch kann es gut sein das diese Art bei vielen nervig oder unverständlich rüber kommt. Diese Platte ist gewiss nicht gerade ein Kinderspiel zu hören, doch wer sich die Zeit nimmt kann sich in "Malice In Wonderland" völlig verlieren. Tipp: Auf das Sofa legen und mit Kopfhörern dieses etwas andere Album genießen. Wer auf besondere und etwas verrückte Musik steht, sollte hier auf alle Fälle zugreifen (ab 21.März 2008) oder mindestens einmal genau hineinhören und geht mal abseits der normalen Wege.

Steffie Kraemer 






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