Reviews

The Brightest Void

Label: earMusic (2016)

Hm, Tarja, die allseits respektierte ex-Chanteuse von Nightwish, zäumt mit "The Brightest Void" einmal das Pferd von hinten auf. Anfang Jun i haut sie eine über 50-minütige Überbleibsel-CD raus, bevor die Cd, vonderen Recordingsessions diese Outtakes übrig geblieben sind, erst zwei Monate später das Licht der Welt erblicken wird. Gewagter Ansatz - hätte bei den Outtakes der Metallica Scheibe "Death Magnetic" sicherlich funktioniert, weil die allesamt besser waren als die ursprüngliche Veröffentlichung.

Hier bin ich mir da nicht so ganz sicher. Der Digipak ist wunderschön aufgemacht und lässt viel erwarten, die Gästeliste erscheint interessant (Hanoi Rocks Frontmann Michael Monroe, Chad Smith von den Red Hot Chili Peppers, Within Temptation), einige eher metallische Eigenkompositionen, zwei Coverversionenj (bzw. drei, wenn man die Within Temptation Nummer mitrechnet), dazu elektronische Sounds. Hm, hier merkt man schon, dass es schwer ist, eine geschlossene Linie oder gar ein Konzept zu erkennen. Schön metallisch geht es los, doch irgendwie fehlt es fast allen Songs an Größe, an dem Charisma, das einen tollen Song eben ausmacht. Meist plätschert die Musik irgendwo vor sich hin und auch die Gaststars können keine nennenswerten Akzente ergänzen. Lediglich der alte James Bond Filmsong "Goldfinger" weiß mit geschickter Neuinterpretation zu begeistern.  Für mich angesichts der Erwartungen einfach zu wenig. Aber das ist wohl auch dem Entstehungsprozess geschuldet. Das Album im August wird definitiv besser - das ist immerhin eine tröstliche Wahrheit!

Frank Scheuermann

5/10 






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