Reviews

Apnoe

Label: Soulfood Music (2013)

 

Sie waren eine Institution in Sachen Blackmetal aus Deutschland und dann hat man sich verändert bzw. weiter entwickelt, dazu kamen dann noch Lineup-Änderungen. Vor letzterem kam aber dieser Avantgarde-Hammer, 2010, in die Läden und heute? Nachdem Nils die Band verlassen hat und seine Parts durch Tonias und Chris übernommen wurden ist auch das Klangbild ein anderes. Man ist gitarrenlastiger, tiefgehendere Riffs, noch mehr Atmosphäre damit einhergehend schwere Rhythmen von den Gitarren vorgetragen, dazu noch eine Art dualistisches Gesangsprinzip mit Marta und Tobias an den Mikros.

In welcher musiklaischen Schublade man diese Band nun verbuchen kann, das ist offen. Man hat aber sehr viele Anteile vom Darkmetal an sich, einiges an Melancholie wird auch transportiert, nehmen wir nur mal den Opener ‚Embers‘, der für das zuvor geschriebene so etwas wie Pate steht. Aber auch ‚Lights of Highway‘ geht in diese Richtung. Weiterhin enthalten sind auch die Avantgardeparts. Man geht auch sehr progressive an die Sache heran und bezeichnet dies ganze auch als Future Metal.

Mein Tipp: Dieses Album hat etwas experimentelles für mich, fern von dem was Todtgelichter einst repräsentierten. Man ist auf seine eigene Weise sehr speziell und auch dafür gibt es Fans. Man ist sehr erhaben und getragen mit gelegentlichen Eruptionen hin zu harten bis härteren Klängen, dazu noch ein fast Instrumental. Man darf gespannt sein wie es mit dieser Band weiter geht…
Car sten