Reviews

Bad Decisions

Label: AFM Records (2012)

The Last Vegas kommen aus Chicago, sind seit 6 Jahren im Geschäft und spielten bereits als Opener für Mörtley Crüe. Umso "trauriger", dass der Bandname noch nicht die große Runde in Deutschland gemacht hat. Auch für mich ist The Last Vegas neu, doch in Zukunft werde ich die Ohren spitzen, wo immer der Name fällt.

Sleaze Metal, dies ist das Genre, in dem sich die Band bewegt. Der Mix aus Glam Metal, Heavy Metal und Hard Rock ist nichts Neues, stets angesagt und immer wieder im Vergleich. Natürlich könnte man auch bei The Last Vegas Bands aufzählen, die eventuell Pate für die Jungs aus Chicago standen, doch wird das nicht langsam langweilig?
"Bad Decisions" ist nun das sechste Studioalbum, welches auch schon Teil einer größeren Tournee war. Schon der erste Durchlauf des Silberlings lässt Füße und Nacken zucken. Kein schlechter Einstieg. Die Band hat ihren ganz eigenen Stil im Sleazebereich gefunden, der sich verdammt gut anfühlt. Ein moderner Sound knallt aus den Boxen, der gewiss teilweise Johnny K. anzudichten ist, der diese Scheibe mit produziert hat. Johnny K. hat bereits mit Megadeth, 3 Doors Down oder auch Disturbed zusammengearbeitet. Sleaze hin oder her, "Bad Decisions" ist weder zu weich, noch hat es zu viele poppige Einflüsse. Das Album ist purer Rock und zwischenzeitlich rotzig, trotz des Midtempo, welches sich komplett durch die Songs zieht. Es gibt sowohl härtere Nummern (,Other Side‘, ,Bad Decisions‘) als auch verhaltenere Tracks wie beispielsweise ,It Ain´t Easy‘ oder ,Good Night'.

Ein durchaus kurzweiliges und spaßmachendes Scheibchen, welches nicht nur den eingefleischten Sleaze Fans gefallen wird. Der Bekanntheitsgrad von The Last Vegas könnte mit diesem Album eindeutig in die Höhe schnellen. Top!

Steffie Bender






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