Reviews

Whirlwind

Label: InsideOut (2009)

Ich fass mich mit meiner eigentlichen Kritik sehr kurz. Nachdem ich die CD gestern bekommen habe, ist sie bei mir ein paar Mal durchgelaufen und zur Musik der einfachen Promo CD kann ich nur folgendes sagen: Ich habe alle bisherigen Veröffentlichungen von Transatlantic und liebe sie alle, aber "The Whirlwind" ist bislang die mit weitem Abstand beste davon. Alles, was man an Progressive Rock lieben kann, gibt es in überreichem Maße und sogar Led Zeppelin werden zitiert. Das ist großartig.

Aber (und das bezieht sich jetzt ausschließlich auf die Promo CD):
Bislang kam es mir noch niemals unter, dass Voice Overs, diese unsäglichen Kommentare, die während der Songs zumeist von italienischen Praktikanten in grottenschlechtem Schulenglisch über die Musik geschwätzt werden, von den Musikern selbst gut gefunden werden. In diesem Falle haben sich aber drei der vier beteiligten Musiker (Pete Trewavas, Mike Portnoy und Neal Morse) sogar dazu erblödet, diese Kunst zerstörenden Mistdinger sogar mit Ansage des jeweiligen Namens selbst drüber zu schwätzen. Das ist für mich so, als würde Leonardo Da Vinci mit der Sprayflasche die Mona Lisa traktieren, damit keiner eine Kopie davon ins Netz stellen kann. Lediglich Roine Stolt, der sympathische Kopf der Flower Kings hatte wohl genug Anstand, bei diesem Mist nicht mitzuwirken (lasst mir zumindest den Glauben, ich weiß selbst, dass er wahrscheinlich zu dem Zeitpunkt, an dem die anderen ihr Zerstörungswerk begonnen haben, vermutlich nur in seiner Heimat Schweden war...oh Gott, ist das traurig!).

Pfui, Schmach und Schande über Musiker, die auf ihre eigene Kunst urinieren. Ich jedenfalls werde mir aus Protest erstmals nicht die Vollversion nachkaufen! So, das musste raus!

Frank Scheuermann