Reviews

Bloodline

Label: Plastic Head Music Distribution (2009)

Die Tardy-Brüder beehren uns wieder, aber diesmal nicht in ihrer Stammformation, sondern auf Solopfaden, flankiert mit Freunden von anderen Bands unterstützt und obwohl oft genutzt die Floskel, man wolle was anderes machen ist dies hier der Fall. Man bewegt sich im Progbereich, mit all den dazugehörigen Elementen. Kaum bis gar keine Blast, sprich im totalen Gegensatz zu ihrem Hauptprojekt Obituary. Gitarrenlastig, filigrane Gitarrenläufe aber mit dem typischen Gesang der teils an Chuck Schuldiner erinnert. Höchst melodiös, teils auch fast im Doombereich angesiedelt. Breaks ohne Ende. Ganz besonders stolz ist man, dass man den Gitarrero Jerry Tidwell gewinnen konnte. Ebenso konnte Ralph Santolla (ehemals Deicide und Death) gewonnen werden wodurch eben auch diese Nähe zu Death erzeugt wird. Lediglich im Tempobereich ist man wie gesagt nicht in den Bereichen unterwegs wie gewohnt, abgesehen von manch Ausnahme, wie z.B. 'Deep Down'.

Aber gerade aus dieser Mixtur entsteht ein eigenständiger Sound, der ansprechend und elektrisierend ist. Neben den ganzen Prog-Gitarrenläufen eben auch super schnelle Gitarrensoli, teilweise geben sich Lead und Rhythm-Guitar eine regelrechte Battle, in Spielfreude und Geschwindigkeit und auch ein Instrumental ist zu entdecken...

Mein Tipp: Dieses Album müsst ihr antesten, für Death und Obituary-Fans eh ein absolutes muss. Aber auch für anspruchsvolle Metalfans ein muss. Ansprechend und Anspruchsvoll, eine riesen Klangwelt wird erzeugt. Top!

Car Sten






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