Reviews

Execution

Label: Locomotive Music (2005)

Wer hat noch niemals davon geträumt, mit seinen größten Idolen gemeinsam eine Platte aufzunehmen? Nun, wenn ich das dürfte, dann wären Leute wie Robert Fripp, Jimmy Page, Glenn Hughes und Ken Hensley beteiligt. Für unseren brasilianischen Freund ging es, was die Wunschliste angeht, ein wenig „true metallischer“ zu. Unter anderem sind auf dieser Scheibe Bruce Dickinson, Roy Z, Michael Kiske, Mat Sinner und Roland Grapow am Start. Nun weiß man ja, dass Allstar-Projekte im Heavy Metal nicht unbedingt dazu führen müssen, dass sich das Ergebnis gut oder wenigstens annehmbar anhört. Spätestens seit dem Gog / Magog-Projekt (fragt einmal Paul Di’Anno, falls ihr ihn treffen solltet!) weiß man nämlich, dass so etwas meistens Grütze in Potenz hervorbringt, wegen der unzähligen involvierten Köche. Ihr ahnt was kommt: In diesem Fall jedoch, ist das Ergebnis ein Hammer!

Anders kann man es nicht ausdrücken. Herr Renato Tribuzy (der heißt wirklich so, das ist kein Gag in Richtung „Tribut-Album“!) hat das Songwriting nicht aus der Hand gegeben und uns eine Killerscheibe vor die Füße gelegt, die problemlos auch als Painkiller 2 durchgehen würde! Unglaubliches Riffing, geilste denkbare Soli, göttlicher Gesang. Hammer! Auch die Produktion, für die vornehmlich Roy Z (Bruce Dickinson, Rob Halford) und Dennis Ward (Pink Cream 69) verantwortlich zeichnen, lässt kein Auge trocken.

Von diesem Stoff, der Plagiatfuzzis wie Hammerfall definitiv auf die Ränge weist, wünschen wir und definitiv mehr. Egal wie lächerlich der Name klingt! Volle Punktzahl. Alles andere wäre der Beweis für Taubheit!

Frank Scheuermann