Reviews

Shooting At The Sun

Label: Frontiers Records (2003)

Holla, wie geil ist das denn??? Da interessiert man sich für eine Band nicht die Bohne, und dann wird man von genau dieser Band mit ihrem neuen Album derart weggeblasen, dass einem Hören und Sehen vergehen kann. Seitdem ich „Shooting At The Sun’ aus dem Briefkasten gefischt habe, rotiert diese Scheibe in meinem CD-Player mindestens einmal am Tag.

Die Engländer schaffen es, mit ihrem Hardrock, der am ehesten an Acts wie Kansas, Bad Company oder die genialen Quireboys, verfeinert mit einer Portion Südstaaten-Flair, erinnert, die Sonne ins Gemüt zurückzubringen und jegliche schlechte Laune zu vertreiben. Alleine schon der geile Opener ‚Loser’, der mit einem coolen, mich an Tasmin Archer´s Evergreen ‚Sleeping Sattelite’ erinnernden Hammond-Part aufwartet. Der dazugehörige Text drückt perfekt mein eigenes Schicksal aus: „Baby, what do you want with a loser like me? I´m just a loser in a band!” Besser hätte ich´s auch nicht sagen können! Als weitere Höhepunkte auf einer Scheibe ohne Ausfälle wäre auch der Titeltrack zu nennen, sowie der heitere Piano-Boogie ‚The Pimp And The Whore’, der glatt als Bon Jovi´s ‚Dead Or Alive Part 2’ durchgehende Südstaaten-Rocker ‚Shake The Tree’, das geniale ‚Somebody Get Me A Spin Doctor’ (mit geilen Klavier- und Gitarrensolo-Parts) und das – wahrscheinlich – von Kansas beeinflusste und ab und zu wegen den Gitarrenparts an ‚Carry On Wayward Son’ erinnernde ‚Out Of My Head’.

Aber auch in ruhigeren Momenten kann die Band überzeugen und liefert diesen Beweis mit den – ich nenn´s jetzt mal ganz salopp Balladen ‚If I Can´t Feel Love’, ‚A Lover, Not A Friend’ und dem „Slider“ ‚The Man Inside’.

Eine Schande, dass ich Thunder erst jetzt mit „Shooting At The Sun“ richtig kennen und schätzen gelernt habe. Sollten die Vorgänger „Backstreet Symphony“ und „Laughing On Judgement Day“ wahrlich von gleichem Format sein – und laut einschlägigen Medien sind sie das, sollte ich wohl Buße tun, indem ich mir diese Prachtexemplare zulege! Gleiches gilt auch für alle, die auf guten Hardrock mit rauchigem Gesang stehen und noch nichts von dieser „Donner“-Kapelle im Regal stehen haben. Vergeßt aber nicht, gleich noch „Shooting At The Sun“ mitzunehmen!

Michael Meyer






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