Reviews

Theory Of A Deadman

Label: Roadrunner Records (2003)

Wie gut ist es doch, wenn man an jemanden kommt, der den Durchbruch geschafft hat und der Support bietet!
Die Kanadier der Rockband Theory Of A Deadman hatten dieses Glück in Form von Chad Kroeger, seines Zeichens Frontmann von Nickelback und beileibe kein Unbekannter im Geschäft, zumal er zusammen mit seinem Anwalt Jonathan Simkin zusammen das Label 604 Records gegründet hat und nun die 4 Jungs von Theory Of A Deadman unter Vertrag genommen hat als sein Label-Aushängeschild.

Bevor ich irgendetwas zur Musik auf der CD sage, muss ich aber zuerst einen Satz über das Cover der selbstbetitelten CD verlieren: Das Cover ist einfach gestaltet, bei längerem hinschauen aber gefällt das triste Bild mit dem dunklen Flügelmann immer besser, bis man begeistert ist und zugeben muss, dass es ein fast perfektes Cover für den Bandnamen darstellt… Apropos Bandname, dieser basiert auf dem Song ‚The Last Song’, der vorher einmal ‚Theory Of A Deadman’ hieß, da es die letzten Worte eines zukünftigen Selbstmörders waren. Der Songtitel wurde geändert und der Name wurde frei für die Bandbezeichnung.

Musikalisch steht ganz klar der markante Gesang von Frontmann Tyler Connolly im Vordergrund, der eine unglaubliche Tiefe in seiner Stimme sein eigen nennen kann und mit dem hauptsächlich im Vordergrund agierenden Schlagzeug ein passendes Duo als Flaggschiff der CD bildet. Das eine gewisse Ähnlichkeit mit Nickelback in der Musik wieder zu erkennen ist, kann niemand abstreiten, eher festigen durch Songs wie den Opener ‚Invisible Man’, der mit viel Pep die CD eröffnet und auch gut auf die aktuelle Nickelback Scheibe passen würde. Der zweite Song der CD - ‚Nothing Could Come Between Us’ - ist langsamer und gefühlvoller, ja schon ein wenig balladesk angehaucht und stellt die Singleauskopplung dar, die in ihrer Heimat sehr gut angekommen ist. Meiner Meinung nach aber hätte das schon oben angesprochene ‚Last Song’ besser ausgekoppelt gehört, da das Lied viel durchdachter und gefühlvoller erscheint, besonders der eingängige Refrain geht unter die Haut. Es geht aber nicht nur langsam zu auf der CD, ‚Leg To Stand On’ beispielsweise gehört zu den schmissigeren Stücken des Albums, das ohne Probleme mit der Freundin auf der Couch zusammen gehört werden kann, da es Mucke für die breite Masse darstellt. Genau das ist das Ziel der CD: eine breite Masse anzusprechen und den Rocksektor aufmischen. Dies könnten Theory Of A Deadman sicherlich schaffen, da Nickelback Fans auf jeden Fall reinhören werden und sollten, denn das Album ist wie geschaffen für Fans schmissigen Rocks!

Thomas Schmitt