Reviews

Circle Of Life

Label: Soulfood Music (2003)

Und hier hätten wir ein Meisterwerk! Die Band Thanateros wurde 1999 erst als ´Versuch´ von Ben Richter gegründet, doch man entwickelte sich recht schnell. Ihre erste CD „The First Rite“ war ein voller Erfolg und hatte viele Einzelauftritte, Festivalauftritte und eine Tour mit In Extremo zur Folge. Jetzt kommt die neue Scheibe und sie ist definitiv noch besser. Eine Mischung aus Metal, Irish- und Celtic Folk, sehr melodiös und ein prägend. Die Texte orientieren sich meist an der keltischen Mythologie, Schamanismus und Spiritualität, was der ganzen CD einen wunderschönen Teil der ´Anderswelt´ gibt. Hier bestimmen nicht trister Alltag und Gewohnheit das Bild...nein, der Hörer wird hineingezogen in eine Welt aus Magie, Märchen und Schönheit. Der erste Song ‚Celtic Rising', der wohl eher ein Intro ist, beschränkt sich ganz auf die keltischen Klänge...dann der Übergang zu ‚Tir Na N'Òg' wo die Gitarren einsetzen, aber dennoch den mythischen Schleier des Intros mittragen. Ja, ich gebe zu, das ist uneingeschränkt mein Lieblingssong auf der CD. Der dritte Song ‚Fallig Away' hat dann wieder etwas mehr an Gitarren, aber auch nicht zuviel, so fügt er sich glänzend in die CD ein. All die Lieder führen dann schließlich zu ‚Gayatri’, dem zehnten Track der CD. Gayati Mantra ist eines der wichtigsten indischen Mantras...und hier wird Thanateros von Gastsängerinnen und -sängern wie Antje Deickmann (Mortalia) Hardy Fieting (Scream Silence) und Maxe Rauth (The Cascades) unterstützt. Die beiden letzten Songs (‚So High' / ‚Kernunnos') haben schon eher den Metal-Touch, was allerdings nichts Negatives heißen soll, im Gegenteil. Einfach perfekt.
Was soll ich sagen? Verdammt, holt euch die CD...ihr bekommt was für euer Geld geboten!

Daniel Walter