Reviews

Something Going Wrong

Label: Eigenproduktion (2004)

Tacca Mills, sind vier Österreicher, die ihre Wut über die Welt in Musik fassen. Der Bandname stammt aus einem Steven King Werk namens „Der Werwolf von Tarker Mills“, das die Mannen wohl irgendwann mal beeindruckt hat. Der Titel wurde etwas umgemodelt um die Eigenständigkeit zu betonen. Seit 2000 dem Gründungsjahr des Quartetts, dauerte es nur wenige Jahre bis man bei Crater8records unter Vertrag kam und das Debüt ‚Something Going Wrong’ veröffentlichen konnte.

Schon zu Beginn der Platte ist klar, dass das Motto mit der Wut und der Frustration nicht von irgendwoher kommt. Die ersten Klänge der Gitarre sind alles andere als weich und trotz der Aggressivität in ‚Manipulation’, ist das was aus die Lautsprechermembranen zum Vibrieren bringt kein unbedachtes Geschrammel oder Geknüppel. Das einzige was etwas bei dem sehr hardcorelastigen Sound stört, ist das dünne Gebrüll und der teilweise etwas verwaschene Sound, der von der Aufnahmequalität herrühren könnte. Ansonsten zeigt sich Tacca Mills sehr vielseitig, was die Gestaltung der Songs anbetrifft. Mal geht es langsam und groovig zur Sache (‚From Hell’) und dann kommt mal wieder ein Knüppel der einem den Schädel zertrümmern will (‚Cry Out Your Pain’). Der Text von Letztgenanntem ist beim Refrain etwas einfallslos, denn er beschränkt sich auf den Titelsatz. Normalerweise bewirkt so etwas eine Animation des Publikums am Song teilzunehmen, doch hier wirkt es einfach nur fad. Wenn die Band weiter an sich arbeitet, könnte da etwas herauskommen, was besser gefällt als diese EP. Erfahrung und professionelle Hilfe in Form von guten Toningenieuren oder einem Produzenten könnte bei diesem Unternehmen keineswegs schaden.

Die Scheibe könnte besser sein, aber aller Anfang ist schwer. Man sollte die Band für das nächste, hoffentlich brauchbarere Album im Auge behalten, denn „Something Going Wrong“ kann man als Probewerk abtun.

Winfried Bulach