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Class And Dignity

Label: Alleycat Records (2006)

Schiebt ihr den Blues, weil sich die göttlichen Gluecifer aufgelöst haben? Seid ihr unglücklich, weil die Hellacopters zu sehr nach 70er Jahre klingen und außerdem schon eine halbe Ewigkeit keine neue Platte mehr gemacht haben? Ist Euch die neue Backyard Babies zu lasch (nicht wirklich, oder?)? Dann gibt es Hoffnung! Und die kommt - wie fast immer - aus Schweden. Mit „Class And Dignity“ rotzen uns Sweet Addiction ihr Debüt vor die Füße, das klingt wie ein derber Bastard aus allen zuvor genannten Bands.

Addiert man noch einen Schuss Enemies Swe, dann wisst Ihr genau was ich meine. Mit schlappen knapp über 31 Minuten Spielzeit wäre man allerdings noch in den seligen Zeiten des Vinyls negativ aufgefallen. Andererseits versuche ich mir vorzustellen, ob es möglich ist, diesen Songs und dieser Power in einem Konzert auch nur eine halbe Stunde standzuhalten…

So bleibt mir am Ende einer extrem kurzweiligen halben Stunde nur eine Frage unbeantwortet: War das jetzt eine extrem lange EP oder ein extrem kurzes Album? Egal wie die Antwort ausfällt: Ich will mehr davon! Und das nach Möglichkeit bald!

Frank Scheuermann






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