Reviews

Pain In The Right Place

Label: Eigenproduktion (2006)

Kaum hat man sich von ihrer letzten Attacke erholt, schlagen die finnischen Skreppers wieder zu und knallen uns ihre Sicht dei völlig durchgeknallten Welt um die Ohren. Mit „Pain In The Right Place“ tun sie das deutlich rauer und aggressiver als wir das noch von der letzten Veröffentlichung kennen. Das mag auch daran liegen, dass man mit Pax Roman (geiles Pseudonym!) einen neuen Gitarristen verpflichten konnte, der ohrenscheinlich seine Roots mehr im Punk als im Psychobilly hat.

Dass trotz aller Schwarzmalerei auch der Humor nicht auf der Strecke bleibt, ist  bei den Spaßgranaten aus dem hohen Norden sowieso unvermeidlich.

Einen weiteren Grund für die dieses Mal wirklich sehr erdige Produktion kann man auch darin sehen, dass die Skreppers im Februar bei einer finnischen Benefizveranstaltung, bei der das gesamte musikalische Schaffen der australischen Hardrocklegend AC/DC in einem etwa 17stündigen Marathon in chronologischer Reihenfolge zu Gehör gebracht worden ist, die gesamte „High Voltage“ in recht respektabler Manier heruntergerockt haben! Und genau diesen erdigen Sound hört man „Pain In The Right Place“ eben auch an. Wer die Gelegenheit hat, sich die Skreppers auf der anstehenden Deutschlandtour anzusehen, der sollte das unbedingt tun, da die Jungs eine gekonnten Psychobilly-Punk-Garage-Show durchziehen, die sich gewaschen hat.

Außerdem gilt: was aus Skandinavien kommt, kann ja nicht wirklich schlecht sein, oder?

Frank Scheuermann






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