Reviews

To Hell And Back

Label: Nuclear Blast (2000)

Das zweite Album von Sinergy habe ich durchaus mit Spannung erwartet. Zum einen, weil der Erstling „Beware The Heavens“ auf ganzer Linie überzeugte, zum anderen, weil bis auf Kimberly Goss und Alexi Laiho die komplette Band ausgetauscht wurde. Neu hinzugekommen sind Roope Latvala (g), Tommi Lillman (d) und Marco Hietala (b), so dass nun ein rein finnisches Line-Up vorliegt, was die Arbeiten zu „To Hell And Back“ wesentlich erleichterte. Da die Herren Strömblad, Nordström und D´ Angelo beim Songwriting zu „Beware The Heavens“ nicht ganz unbeteiligt waren, hat sich der Stil der Band für ihr zweites Album zwangsläufig etwas geändert. „To Hell And Back“ ist deutlich härter als der Vorgänger, bestes Beispiel hierfür ist der hervorragende Opener ,The Bitch Is Back’, der von Anfang an auf´s Tempo drückt, geprägt von schnellen Drums und der hervorragenden Gitarrenarbeit. Im Fahrwasser des Openers sind auch die restlichen Songs (bis auf zwei Ausnahmen) allesamt im Up-Tempo Bereich angesiedelt, von denen besonders ,Gallowmere’ und ,The Fourth World’ herausragen. Sängerin Kimberly Goss macht einen guten Job und passt mit ihrer kraftvollen Stimme sehr gut zu den schnellen Tracks. Dennoch offenbart das Album einige deutliche Schwachstellen. ,Laid To Rest´ und ,Wake Up In Hell´ sind zwei echte Ausfälle, die Coverversion von Blondies ‚Hanging On The Telephone’ absolut überflüssig und außer den oben genannten Stücken bietet die Scheibe bei eh nur 9 Songs zu wenig echte Highlights.

Das Album mit „Beware The Heavens“ zu vergleichen, halte ich für nicht angebracht, da Sinergy die Besetzung fast komplett ausgetauscht haben. Insofern ist „To Hell And Back“ ein gutes Album geworden, wobei sich die Band nach oben hin bestimmt noch steigern kann.

Oliver Bender






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