Reviews

Infatuator

Label: Massacre Records (2001)

Trotz ihrer relativ jungen Bandgeschichte können Silent Force schon auf einige Erfolge zurückblicken: Dem Debütalbum „The Empire Of Future“, das durchweg positive Resonanzen erhielt, folgte im Jahre 2000 eine Europatournee mit Stratovarius sowie zahlreiche Auftritte bei Festivals wie z. B. dem Wacken Open Air 2001 oder sogar als Headliner im amerikanischen Pittsburgh. Mit „Infatuator“ folgt nun das zweite Werk der deutsch-amerikanischen Metalformation um D. C. Cooper (Ex-Royal Hunt) und Alex Beyrodt (Ex-Primal Fear). Die Songs wurden bereits kurz nach der Veröffentlichung des Debüts komponiert, produziert wurde die Scheibe erneut von Alex selbst, dem Achim Köhler (u. a. Primal Fear, Sinner, Brainstorm) als Engineer zur Seite stand. „Infatuator“ steht eindeutig unter dem Motto: Härter, schneller, besser! Gleich die ersten beiden Songs ,Infatuator’ und Fall ,Into Oblivion’ geben die Richtung vor: Schnörkelloser Metal, basierend auf schnellen Drums und grandiosen Gitarrensoli. Der Sound kommt mit enormer Power aus den Boxen und lässt es richtig krachen. Über D. C. Cooper braucht man nicht viele Worte verlieren, sein Ruf als Ausnahmesänger dürfte allgemein bekannt sein. Widmen wir uns lieber den einzelnen Tracks. Im Mittelpunkt des Albums steht eine knapp 15-minütige Trilogie, die sich thematisch um das römische Reich dreht. Das klassische Intro hierzu wurde von Rage Gitarrist Victor Smolski beigesteuert, das er in Minsk mit dem weißrussischen Symphonieorchester aufgenommen hat. Die beiden folgenden Songs ,Gladiator’ und The Blade’ brillieren durch starke Chöre und schnelle Gitarrenriffs. Die Keyboards halten sich vornehmlich im Hintergrund und setzen dennoch die richtigen Akzente. Mein persönlicher Favorit ist die Ballade ,In Your Arms’, auf der D. C. Cooper zusammen mit der finnischen Gastsängerin Inka Auhagen zu hören ist-ein nahezu perfekter Song! Mit ,All Guns Blazing’ präsentiert die Band zudem einen Judas Priest Klassiker, den Cooper in bester Halford Manier zum Besten gibt. Als besonderen Bonus gibt´s auch noch ein Mpeg Video, das Szenen von den Liveauftritten der Band zeigt, untermalt durch den Song ,See Beyond’.

Enorme Steigerung gegenüber dem Vorgänger. So und nicht anders muss Power Metal klingen!

Oliver Bender






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