Reviews

Dirty Pounding Gasoline

Label: Locomotive Music (2004)

Das Wetter wird besser, die Sonne wärmt länger, die ersten Schwimmbäder öffnen und das Cabrio wird von unnötigem Ballast, sprich: dem Dach befreit. Mit anderen Worten: es wird Sommer, und was könnte sich als musikalische Untermalung beim Autofahren, Schwimmbad- oder Strandbesuch besser eignen als guter Rock? Genauso dachten wohl auch die Spanier Locomotive Music, die nach mehr bestenfalls mittelmäßigen denn richtig guten Power Metal-Veröffentlichungen nun auch die Sparte „Rock’n’Roll“ für sich entdeckt haben und 5 deutsche Freunde mit dem selten bescheuerten Namen Shitheadz unter Vertrag genommen haben.

Zum Glück machen die Jungs ihrem Namen aber keine Ehre und rotzen mit ihrem Debüt-Album ein richtig geiles Rock’n’Roll Album auf den Gehweg, das mit seiner Mischung aus Tradition (Motörhead & Co.) und skandinavian style einfach Spaß macht und gute Laune verbreitet. Vor allem das Hookmonster ‚A New War’ geht einem schon nach der ersten Einfuhr nicht mehr aus dem Kopf und dürfte vor allem live gewaltig das Haus rocken. Neben all der Power hat sich mit ‚Burning’ auch ein absoluter Kerzenlicht-Smasher in die Setlist gemogelt. Richtig schön zum einander lieb haben, jedoch wurde glücklicherweise darauf verzichtet, dem Hörer die Ohren zukleben zu wollen.


Wer im Auto oder in der Sporttasche noch Platz für CDs hat, sollte sich diesen für Shakra’s „Powerride“, die letzte Pink Cream 69 und eben „Dirty Pounding Gasoline“ reservieren. Selten passte ein Albumtitel besser zur enthaltenen Musik!

Michael Meyer






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