Reviews

Lionheart

Label: SPV (2004)

Dieses Jahr hat es wirklich in sich und beschert Old School-Maniacs ein Freudenfest nach dem anderen. Nach Klassealben von u.a. Exodus, Death Angel und vor kurzem Magnum liegt es nun an der britischen Legende Saxon, nachzulegen und vielleicht einen draufzusetzen. Nach 3 Jahren ist es nun endlich soweit und nach der fabelhaften „The Saxon Chronicles“-DVD und der Best-Of „Heavy Metal Thunder“ sowie großartigen Live-Shows steht nun endlich der offizielle Nachfolger des letzten Werks „Killing Ground“ in den Startlöchern und schon der Opener macht klar, dass sich härtemäßig seit dem Vorgänger nicht viel geändert hat.

‚Witchfinder General’ brezelt sofort dermaßen in die Fresse, dass einem Hören und Sehen vergeht. Ganz in der Tradition vom „Killing Ground“-Härtner ‚Dragon´s Lair’. Mit ‚Man And Machine’ folgt dann der traditionelle Rocker, bevor das kurze Präludium ‚The Return’ eine ganz in der Tradition solcher Klassiker wie ‚Crusader’ und ‚Solid Ball Of Rock’ stehende Hymne – der Titelsong – folgt. Bedächtige Hall-versehene Akustik-Gitarren wechseln sich ab mit metallischer Härte, bevor gegen Ende dann ein kurzer Abschädel-Part folgt…einfach großartig und der kommende Klassiker, der bei den kommenden Touren wohl als unverzichtbarer Teil in die Setlist integriert wird. Einfach nur geil. Das ruhigere, düstere in der Tradition eines Songs wie ‚Cut Out The Disease’ stehende ‚Beyond The Grave’ zeigt dann eher die experimentelle Seite der Briten auf, gefolgt von dem mit moderneren Gitarren ausgestatteten ‚Justice’ und dem Banger ‚To Live By The Sword’, bei dem Neu-Trommler Jörg Michael (Ex-Running Wild, Ex-Stratovarius) zeigen darf, dass er den zu Victory zurückgekehrten Ex-Meisterdrummer Fritz Randow mehr als ordentlich vertreten kann.

Das kurze Instrumental ‚Jack Tars’ lässt einem nach dem Inferno erst mal wieder etwas Zeit zum Luftholen, bevor mit dem mit typischem Saxon-Riffing unterlegten ‚English Man´o´War’ wieder Stimmung in die Bude kommt. Die Midtempo-Hymne ‚Searching For Atlantis’ lädt danach wieder zum Entspannen und Träumen ein, bevor der den Schlusspunkt markierende Rocker ‚Flying On The Edge’ ein Album beendet, das keinen Saxon-Fan enttäuschen wird und in typischer Manier den Spagat zwischen Tradition und Moderne schafft.

Michael Meyer






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