Reviews

Say 10

Label: Eigenproduktion (2004)

„Eine deutsche Newcomer-Band die nicht wie Helloween klingt? So was gibt’s doch gar nicht mehr?“, mag so mancher doch in letzter Zeit behaupten ohne dabei großartig zu lügen. Doch es gibt scheinbar noch ein paar neue Gruppen wie Sardonic, die nicht vorhaben den guten alten Thrash-Metal untergehen zu lassen. So gibt es auf Say 10 eine kräftige Ladung aus Thrash und Death. Obwohl es sich hierbei um ein relativ hartes Album handelt, sind die Songs auch mit vielen Melodien ausgestattet. Einfallsreiche und herrlich kraftvolle Riffs führen durch eine Mischung von richtig schnellen Stücken und Mid-Tempo-Nummern. Auch die häufigen Tempowechsel und Breaks innerhalb der Songs lassen es einem nie wirklich langweilig werden. Somit scheint auch der Erfolg der fünf Osnabrücker als Support-Act bei einigen namhaften Bands gerechtfertigt. Vielleicht sollte man aber den Einsatz des Gesangs ein wenig überdenken. So wechseln sich zwar echte Death-Parts mal mit sauberen Gesang oder richtigen Black-Geschrei ab, aber klingt das alles irgendwie nicht ganz rund. Der Sound ist unumstritten gut und auch das Spiel der Musiker ist wirklich gekonnt, jedoch ist es leider nicht unbedingt etwas neues, was die Jungs da machen. Jedoch stellt sich die Frage, ob sie das überhaupt müssen. Für einen Erstling hat die erst 2003 gegründete Band eine feine Platte hingelegt und vielleicht kann man sie ja mit etwas Glück im nächsten Sommer auf dem einen oder anderen Festival begrüßen. Wir können uns wohl darauf gefasst machen nicht zum letzten Mal von Sardonic gehört zu haben und das ist auch gut so.

Tilman Bieselt






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