Reviews

Manufactum

Label: Napalm Records (2005)

Die Spielleute von Saltatio Mortis haben sich diesmal an einem Live Album versucht und dieser Silberling kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Nach eigener Aussage haben sie mit dieser CD versucht, die Stimmung eines Mittelaltermarktes einzufangen, deshalb ist der ständige Wechsel zwischen Songs und Ansagen nicht unbedingt verwunderlich. Insgesamt sind es dreiundzwanzig Tracks und davon sind zehn Ansagen, dies ist relativ viel und doch auch sehr gewagt, denn es könnte ja sein, dass diese Ansagen den Hörer auf Dauer langweilen. Aber ich denke nicht, dass dies hier der Fall sein wird, da ja gerade auch die Ansagen bei Märkten sehr wichtig sind, um eben auch eine gewisse Stimmung zu erschaffen. Dies ist Saltatio Mortis ohne Zweifel gelungen.

Auf diesem Album befinden sich sowohl Songs von ihrem Debütalbum „Tavernakel“, als auch Songs von ihrer Scheibe „Heptessenz“. Auf diesem Album lag wohl auch das Hauptaugenmerk, denn „Heptessenz“ ist wesentlich stärker vertreten als „Tavernakel“. Hier Anspieltipps zu geben ist schwierig, wenn nicht sogar unmöglich als ein Fan der Mittelalter Musik und wenn man auch gerne seine Zeit auf Märkten verbringt sollte man sich diese CD auf jeden Fall einmal anhören, weil Saltatio Mortis es wirklich geschafft haben, die Atmosphäre des Marktes in Telgte einzufangen.

Abschließend kann man nur noch sagen, dass es nur sehr wenige gute Live-Platten gibt, aber das „Manufactum“ Album der Spielleute kann definitiv zu diesen wenigen gezählt werden.

Simone Ohler






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