Reviews

The Crest

Label: Steamhammer (2010)

Schon vor Jahren konnte ich mir bei einer damals aktuellen Axel Rudi Pell CD den Gag nicht verkneifen, auf die unglaublichen Innovationen der Scheibe hinzuweisen. Das war beileibe nicht böse gemeint und als Rainbow Fan der ersten Stunde würde ich mich freuen, wenn Herr Blackmore noch imstande wäre, solche Musik einzuspielen.

"The Crest" ist eine bewusst rückwärts gewandte Scheibe geworden. Mit seiner seit Jahren unveränderten Besetzung hat der Blondschopf Songs eingespielt, die gedanklich weit in die 70er Jahre zurückreichen. Im Gegensatz zu all seinen bisherigen Scheiben (die legendären Steeler mitgerechnet), findet sich auf "The Crest" keine einzige Doublebassnummer.

Somit ist die Scheibe traditionellster Hardrock der (wie bereits angedeutet) Rainbowschule. Mit 'Dark Waves Of The Sea' ist sogar die Fortsetzung des legendären 'Oceans Of Time' Epos mit am Start. Pathetische und mystisch anmutende Songs halten sich die Waage mit schnelleren Stücken, so dass man dem Mann attestieren muss, dass er wieder einmal ein reifes Werk abgeliefert hat. So gehört sich das!

Frank Scheuermann