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Omega

Label: Frontiers Records (2010)

Nach ewig langen Vorbereitungen auf dem Umweg des ICON Projektes zog sich die Asia Reunion über einen längeren Zeitraum dahin. Als dann mit "Phoenix" die erste neue Studioscheibe der Legende seit 1984 in Originalbesetzung mit Carl Palmer, John Wetton, Steve Howe und Geoff Downes erschien, war die Ernüchterung recht groß. Zu keinem Zeitpunkt vermochten die alt gedienten Recken an ihre Glanztaten von "Asia" und "Alpha" anzuknüpfen.

Nun erscheint dieser Tage die Nachfolgeplatte, die auf den bedeutungsschwangeren Namen "Omega" hört. Dadurch könnte angedeutet werden, dass sich mit dieser Scheibe das Kapitel Asia für alle Zeiten schließt, das das Omega schließlich der letzte Buchstabe im griechischen Alphabet ist. Die Platte vermag auch über weite Strecken eher zu überzeugen als der unmittelbare Vorgänger, jedoch werde ich auch jetzt den Eindruck nicht los, dass Geoff Downes, der ja immerhin für solche musikalischen Verbrechen wie 'Video Killed The Radio Star' verantwortlich war, die genialen Progressive Rock Musiker um sich herum an der extrem kurzen Leine geführt hat. Wenn man bedenkt, dass hier die geballte Power und Kompetenz von Yes, Roxy Music, ELP und sogar King Crimson (nebst Family und Uriah Heep!) vertreten ist, dass ist auch diese Platte einfach zu wenig. Bei anderen Musikern hätte man eventuell mit der Zunge geschnalzt, aber hier reicht das einfach nicht.

Die die hard Fans müssen sich jetzt aber noch lange nicht um ein Ende der Band sorgen, das schließlich die Platte "Alpha" auch nicht die erste Scheibe der Band war...

Frank Scheuermann






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