Reviews

Auras
New Generation

Label: Frontiers Records (2010)

Ich wusste es schon die ganzen Jahre: Irgendwo, in einem Kellerarchiv (vermutlich in der tiefsten Hölle!) schlummern noch Outtakes von Journey aus den Jahren 1978-83. Und irgendjemand muss diese Songrelikte über extrem dunkle Kanäle den Brasilianern von Auras zugespielt haben. Und die haben fix ihren Namen drauf geschrieben und diese Scheibe damit veröffentlicht. Das ist wirklich unglaublich, wie sehr diese Truppe nach Journey klingt. Bei südamerikanischen Melodic Rock Fans wird die Band als die große Hoffnung gehandelt. Und wenn das eigene musikalische Kosmos bei Steve Perry anfängt und bei Neal Schon aufhört, dann kann man auch verstehen warum.

Ist man allerdings musikalisch und gedanklich ein wenig von diesen beiden Herren abgerückt, dann fragt man sich unwillkürlich, warum eine Band im Jahre 2010 so klingen möchte und warum man nicht gleich eine Journey Coverband an den Start bringt. Nun denn. Für Journey Fans ein absolutes Muss, für alle in etwa so verzichtbar wie ein Fön in der Sahara.

Frank Scheuermann






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