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Masculine

Label: Mighty Monster Records (2007)

Auf der Suche nach ein wenig Vorgeschichte zu dieser Band könnte man glatt den Eindruck gewinnen, die Jungs stehen auf der Fahndungsliste des FBI. Keinerlei Infos auf der Website von All Said, wer sie sind, woher sie kommen usw. Dafür gibt's eine klare Ansage: "Maximum Speed on the way to rock’n’roll paradise." Schau'n mer mal.

Die Debütscheibe der Band besteht aus neun Songs, die mit einer knappen halben Stunde Spielzeit jeder Punkband alle Ehre machen würde. Tatsächlich spielen All Said aber eine Mischung aus ein bisschen Rock'n'Roll und größtenteils Hard Rock der weicheren Sorte. Der angepriesene Maximum Speed kommt lediglich beim Opener 'Rock'n Roll Paradise' zum Tragen, eine höchst erfrischende Nummer, die im Stile der V8 Wankers energiegeladen die Platte einleitet. Die folgenden Tracks sind jedoch allesamt in "ruhigeren Gewässern" angesiedelt. Richtig auf die Pauke haut lediglich nur noch 'Full Moons Rising', das zwar nicht mehr ganz so schnell, dafür aber umso härter und treibender aus den Boxen dröhnt. Mit Song Numero 3 verliert sich die Band dann völlig in soften Songstrukturen, was sich insbesondere beim Gitarrensound nicht gut macht. Hier und da wird bei 'Across The Line' und 'You Want Me Too', insbesondere in den Stophen, ein wenig Abwechslung durch die vertrackten Gitarren erzeugt, auch wenn das Ganze nicht Fisch und Fleisch ist. Die Songs laufen zwar ordentlich durch, können aber auch dem Album nicht den Stempel aufdrücken. Gegen Ende findet man mit 'Kiss My Ass' die Spur zurück in die härteren Töne, auch wenn der Song das gute Niveau der ersten Stücke nicht halten kann. Mit der Akkustiknummer 'After Darkness Comes The Light' lässt die Band noch mal aufhorchen, ein kleines Highlight als guter Abschluss.

Masculine ist eine ordentliche Platte, auch wenn die zu kurze Spielzeit und das größtenteils durchschnittliche Songwriting seine Spuren hinterlassen. Zudem scheint stilistisch noch nicht ganz klar zu sein, wo die Reise hingeht. Für ein Debut ganz ok.

Oliver Bender






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