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Andromeda Unchained

Label: Locomotive Music (2007)

Nach einem anscheinend nachhaltigen Halsinfekt gab es einen nicht unerheblichen Positionswechsel im Hause Anubis Gate: Sänger Torben Askhol musste weichen und an seiner Statt nahm der bisherige Produzent (!) der Band, Jacob Hansen, das Mikrophon in die Hand. An der grundsätzlichen Ausrichtung der Dänen im leicht progressiv angehauchten Metalbereich zwischen Crimson Glory und gelegentlichen Iron Maiden Zitaten hat sich hingegen nichts geändert. Auch mit "Andromeda Unchained" scheint man auf den Thron der Midtempo-Metaller zu schielen, denn man gibt außer bei 'Waking Hour' niemals wirklich Gas. Die Themen haben meines Verstehens nach ein wenig von ägyptischer Mythologie hin zu Science Fiction gewechselt, also drängt sich doch ein wenig der Vergleich zur Fernsehserie "Stargate" auf...Insgesamt will mir aber auf "Andromeda Unchained" das Songwriting und die Arbeit an den Gesangsarrangements deutlich besser gefallen als das noch bei "A Perfect Forever" vor zwei Jahren der Fall war. Anubis Gate bewegen sich also nach wie vor im Bereich der leicht gehobenen Mittelklasse und haben sich durchaus ihre Fans verdient. Allerdings sehe ich sie auch - trotz einiger interessanter Melodiebögen - immer noch nicht in der Weltspitze angekommen.

Wer also Interesse an den oben genannten Bands und leicht progressiven Metalklängen hat, der darf sich ruhig bedienen. Denn schlecht ist es auf keinen Fall. Aber eben auch kein Pflichtkauf.

Frank Scheuermann






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