Reviews

Obey

Label: Osmose Productions (2004)

Axis Of Advance sind noch keinen Deut von ihrer Richtung abgewichen, immer voll auf die Mütze heißt das Motto der Kanadier. So gibt es auch auf „Obey“ wieder 40min ohne Ende schnellen, geknüppelten Death Metal. Sicherlich Geschmackssache, aber Axis wissen weiterhin zumindest etwas für Variation zu sorgen, die Gitarren sägen nicht nur ultraschnell und spielen auch nicht zu stumpf. Trotzdem ist es schon hart dieses Album zu hören, weil es doch unglaublich viel rohe Härte zu hören gibt. Blast Beats, sowie den dieses Mal doch verzerrten Bass. Im weiteren Vergleich zum letzten Album hat man an Qualität leider verloren, da dort doch etwas mehr geboten wurde, gerade durch die vermehrten Black Einflüsse. Die werden jetzt dezent unter den Teppich gefeuert, einzig der Mann an der Trommelbude versteht es interessante Spiele einzubringen, tritt aber auch zu oft das Gaspedal durch, leider, denn Potential hat diese Band sicher. Aber dem lieben Underground willen würde man das niemals umsetzen. Schade eigentlich, denn eine gesunde Balance zwischen Geballer und Melodie wie sie im Titelsong ansatzweise(‚God-Eye Command‘) vorgetragen wird, stünde der Band sicher besser zu Gesicht. So aber verlieren sich Axis Of Advance im stumpfen Einheitsbrei des extremen Death Metals, ohne die vorhandenen Konturen ihres letzten Atemzuges auszubauen. Es bleiben Ansätze, aber in der Flut der Veröffentlichungen wird dieses Album nicht zu unrecht untergehen. Einzig Fans von Krawallcombos und Grindcore sollten sich dieses Album einmal zu Gemüte führen.

Christian Kremp






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