Reviews

Of The Sun And The Father

Label: Locomotive Music (2003)

Rainbow, Sabbath und Deep Purple waren gestern – Astral Doors sind heute. Ob die neue schwedische Formation eine ähnliche Karriere wie die genannten Legenden hinlegen wird, schau’n mer mal. Auf jeden Fall wären hiermit die Einflüsse der neuen Metalformation treffend beschrieben, hier und da gesellt sich noch ein Schuss Dio dazu.

Bei einer neuen Band sucht man ja immer nach dem gewissen Etwas, wie es so schön heißt das Salz in der Suppe, dass den Unterschied ausmacht. Astral Doors haben hiervon gleich einiges zu bieten, sodass sich auf der Debütscheibe „Of The Son And The Father“ gleich mehrere, um nicht zu sagen, ausnahmslos klasse Songs befinden. Der erste treibende Punkt, der die Lauscher sofort durchspült, ist Sänger Patrik Johansson. Als spontaner Vergleich fällt mir sofort Jorn Lande (Masterplan) ein. Auch wenn die beiden Sänger stimmlich unterschiedlich agieren, so versprüht Johansson die gleiche Dynamik, die gleiche Power wie sein norwegischer Kollege und versteht es, den Hörer förmlich mit seinen gewaltigen Vocals mitzureißen. Punkt zwei ist die herausragende Gitarrenarbeit von Mastermind Joachim Nordlund und Martin Haglund. Wenn man nicht wüsste, dass hier ein Debüt vorliegt, könnte man glatt meinen, die beiden würden schon seit Jahren zusammen spielen. Hier wird ein klasse Riff nach dem nächsten aus dem Ärmel geschüttelt, dass Duo begeistert zudem durch ein fließendes, aufbauschendes Zusammenspiel. Der dritte Punkt ist die erstklassige Produktion der Scheibe, für die sich kein geringerer als Peter Tätgren (Hypocrisy, Pain, Destruction) verantwortlich zeigt. Genauso stimmgewaltig wie die Vocals von Patrik kommt auch der Sound zum Tragen, die Instrumentierung ist betont ausgeglichen und rückt dennoch immer wieder einzelne Elemente geschickt in den Vordergrund. Nahezu als perfekte Ergänzung oder auch als Sahnehäubchen agiert Keyboarder Jocke Roberg. Die Keys haben einen Hammond ähnlichen Sound und setzen dem sehr heavy ausgefallenen Stücken die Krone auf, ohne die Songs zu verweichen. Das Album bietet sowohl ohrwurmtaugliche Hits (,Man On The Rock’), treibende Midtempostampfer (,In Prison For Life’) als auch mitreißende Metalhymnen (,Cloudbreaker’), sodass die 11 Tracks in den Windesweile an einem vorüberziehen. Da hilft nur noch eins: Repeat Taste drücken und von vorne abrocken!

„Of The Sun And The Father“ ist ein mitreißendes Album im Stile o. g. Legenden. Anspieltipps? Alles! Deshalb meine Empfehlung: Muss man haben!

Oliver Bender






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