Reviews

Waking The Fury

Label: Steamhammer (2002)

“Speed and aggression, a deadly obsession...”
Dies sind die einführenden Worte in den Chorus vom Opener ‘Ultra-Motion’ der aktuellen CD von Annihilator und genauso definiert sich auch die Musik auf der ganzen CD. Jeff Waters und Curran Murphy an der Gitarre, Joe Comeau als Vocalist, Russ Bergquist am Bass und Randy Black am Schlagzeug brennen ein riesiges Feuerwerk an Schnelligkeit, Härte und Power auf ihrer neuen Scheibe ab, aber das Ganze in einem anhörbaren Rahmen, der auch Verschnaufpausen zulässt: Mit ‚Torn’ zum Beispiel ist ein sehr melodischer und interessanter Song auf die CD gepresst worden, der die etwas sanftere Seite von Anihilator präsentiert und weniger durch Aggression dominiert wird. Im folgenden Song ‚My Precious Lunatic Asylum’ aber wird dieses Experiment auch schon wieder umgeworfen und ein sehr trashiger Song mit hämmerndem Schlagzeug und monotonen Melodielines ward entstanden. Genauso verhält es sich bei ‚Striker’, das mit etwas mehr Melodievielfalt rüberkommt aber immer noch 100% Thrash bzw. Speed-Metal. Sehr interessant ist ‚Prime Time Killing’, das mit spacigen Effekten und extrem verzerrten Gitarren aus dem Rahmen fällt, trotzdem aber Annihilator klingt. Etwas nervig sind die sehr monotonen und nach einfachem Muster gestrickten Drums, bei denen auf jeden Fall mehr drin gewesen wäre, um ein richtiges Brett zu produzieren. Einzig auf ‚Fire Power’ (bester Song der CD!) und dem wahnsinnig schnellen ‚Cold Blooded’ kann Randy Black sein ganzes Können beweisen und insbesondere bei ‚Cold Blooded’ sich so richtig die Seele aus dem Leib prügeln. Als Bonus gibt’s noch ‚Shallow Grave’ in einer sehr guten Live-Aufnahme auf der CD dazu und das Radio-Edit von ‚Nothing To Me’. Schaut man sich die CD im Ganzen an, ist „Waking The Fury“ auf alle Fälle eine Bereicherung des CD-Regals, misst man die Platte aber an anderen Speed-Metal Scheiben oder an den Vorgängern der Band wie „Alice In Hell“ oder „Carnival Diablos“ ist sie allenfalls auf das selbe Level zu setzen.

Thomas Schmitt






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