Reviews

Timebomb

Label: Eigenproduktion (2002)

Alices Gun, das erinnert doch sofort an Grunge, nicht nur wegen der Ähnlichkeit zu Alice In Chains, doch das leugnet hier auch keiner, selbst zu den Beatles werden Parallelen gezogen. 12 Songs in 48:45 Minuten, einfaches Cover und auch sonst sieht diese CD nicht besonders spektakulär aus, doch das mag nichts heißen...Denn auch wenn mir die ersten 2 Alben nicht bekannt sind, bin ich mir sicher, dass sie nicht schlecht sein können, denn „Timebomb“ klingt gut. Die Gitarre haben einen nicht ganz so verstimmen Klang und Sebastians Stimme klingt ein wenig heller als man es vom Oldschool Grunge gewöhnt ist, eine Mischung aus Post-Grunge und Alternative Rock. Niko (Bass) sowie die beiden Brüder Sascha (Schlagzeug) und Sebastian (Vocals & Gitarre) haben ein abwechslungsreiches Album geschaffen, dass euch mit rockigen und melodiösen Songs, ebenso wie mit schönen Balladen beglückt. Nebenbei bemerkt, hat es in dieser ´perfekten Familie´, Nachwuchs gebeben - nach den Aufnahmen dieses Albums stieß Elvis (Gitarre) hinzu!

Nun sehen wir uns „Timebomb“ aber mal genauer an: ‚Sally’ ist genau das, was man eine typische Ballade nennt, ruhig und schnulzig - jedoch nicht wirklich der beste Song dieses Albums. Dagegen gefällt der Titeltrack ‚Timebomb’ schon viel besser, ein wenig Punkrock mit einer Prise leidiger Stimme, Ohrwurm-Melodie und Erinnerungsfaktor. Ein echter Rock-Klassiker könnte hingegen ‚Rocket Man’ werden - im Retro-Stil dreschen sie auf ihre Instrumente ein und Sebastian schreit, so stark es seine Stimmbänder nur hergeben - mein absoluter Favorit!

Fazit: Sebastian ist kein stimmliches Wunder, aber das ist ein Teil der diese Band charmant macht! „Timebomb“ ist ein netter Zusatz in jeder CD-Sammlung, ich bin auf jeden Fall froh dieses gute Stück mein Eigentum nennen zu können.

Verena Kuhn