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Choronzon

Label: Earache (2003)

Nun, hier hätten wir wirklich einmal was Besonderes. Ein paar Gentleman aus England spielen hier etwas, was man im Normalfall nicht mischen würde: Death- und Blackmetal, gemischt mit klarerem Gesang, euphorischen Keyboardpassagen und halsbrecherischen Drums (Selbstbenannt als Devilishly Disciplined Satanic Metal). Besonders hieran ist nun nicht zwingend, dass eine Band all diese Stilelemente benutzt, viel eher, dass Akerocke sie meistens alle zusammen in ein und demselben Lied einbaut und das klingt dann auch noch total gut!

Man stelle sich vor: als erstes hört man eine „Einführung“...entweder einen eingespielten Filmpart, eine Keyboardpassage oder ähnliches, die sich dann halsbrecherisch hin zu wilden Drums gepaart mit Blackmetal-Gekereische wandelt, welches sich alsbald zu Deathmetal-Gegrunze verändert, dann gar ein paar klare Gesangsparts...und kaum hat man sich damit angefreundet wird es wieder Schwarzmetallisch. Hierzu ist natürlich auch noch zu sagen: die Spielart ist nicht nur interessant, sie ist auch gekonnt!

Die Drums hämmern nicht einfach nur immer ein und dieselben Loops, nein! Viele Geschwindigkeits- und Rhythmuswechsel innerhalb der Stücke. Auch an den Keyboards und Gitarren stehen ganz eindeutig wahre Könner!

Würde persönlich jedem, der etwas mit Black- / Death- oder sogar Thrash-Metal anfangen kann hier mal reinzuhören! Dürfte sich lohnen.

Daniel Walter