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Revolution Road

Label: Progrock Records (2007)

Wenn ich dermaleinst gebeten werde, ein Buch über Rock'n'Roll Workaholics zu verfassen, dann wird mir keine Möglichkeit bleiben, um einige Namen herumzukommen. Dazu gehören selbstverständlich Glenn "Wo-bitte-ist-das-nächste-Mikrophon-in-das-ich-hineinsingen-kann?" Hughes, Ken "Ich-hau-auf-alles-drauf-was-Tasten-hat!" Hensley, Lana "Ich-hab-die-elfenhafteste-Stimme-des-Universums" Lane und natürlich deren Gemahl Erik Norlander. Der hat im Laufe des letzten Vierteljahres nicht nur die neueste Scheibe seiner Herzensdame und eine Soloplatte eingespielt, sondern auch mal wieder ein Scheibchen seiner ersten Band Rocket Scientists.

Und weil man nicht zulassen kann, dass auch nur ein einziger Tag mit Müßiggang verplempert wird, haben uns die Raketenwissenschaftler mit "Revolution Road" gleich einen Doppeldecker in den CD-Wechsler gelegt, der auf über 100 Minuten Spielzeit kommt. Dabei muss ich frei heraus bekennen, dass mir die Rocket Scientists von jeher sein liebstes Kind waren, da durch die Bandstruktur ein eher songdienlicher Ansatz gefahren werden muss als bei Soloeskapaden.

Damit wären wir auch schon wieder bei den Songs: von Led Zeppelin-Einflüssen ('Dream In Red') über Balladen ('Better View') bis hin zu symphonischen Strukturen ist wie gewohnt alles in bunter und melodischer Vielfalt enthalten. Wem Lana Lane und Erik Norlander solo gefallen, der kommt auch an den Raketenforschern nicht wirklich vorbei.

Frank Scheuermann 






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