Reviews

End Of Infinity

Label: Point Music (2003)

Um ehrlich zu sein, gehörten die deutsche Melodic-Institution Rough Silk noch nie zu meinen absoluten Faves, auch wenn die spielerische Klasse der Jungs um Keyboard-Talent und Hans-Dampf Ferdi Doernberg über jeden Zweifel erhaben ist und dem ziemlich innovativen Stil höchster Respekt zu zollen ist. Darüber hinaus ist es beachtlich, wie gut die Band den Abgang von Sänger Thomas Ludolphy verkraftet hat. Der Gesang wird sich über die 12 Songs hinweg einfach untereinander aufgeteilt…was absolut funktioniert!

Musikalisch wird in jedem Garten gewildert, und alles zu einem funktionierenden Ganzen zusammengefügt. Auch wenn der Opener Isolation, der Helloween-Melodien mit staubtrockenen Rock-Gitarren verbindet ob seines kitschigen Refrains nicht gerade den treffendsten Auftakt darstellt. Dieser „Fehlstart“ wird aber sofort mit dem coolen Rocker ‚Lucifer´s Hotel (Hang Over City)’ wettgemacht, auf den dann plötzlich der verlorene Savatage-Track ‚Restless Heart’ folgt. Wem das noch nicht Abwechslung genug ist, sollte sich einfach noch das nachfolgende von Queen beeinflusste ‚Ambrosia’ bzw. den mit harten Riffpassagen und aggressiven Vocal-Parts aufgelockerten Meat Loaf-Rocker ‚What If Darkness Was Brighter Than Light’ zu Gemüte führen.

Obwohl Rough Silk es auch mit „End Of Infinity“, das übrigens in ein wunderschönes Cover gepackt wurde, nicht ganz schaffen, zu meiner Lieblingsband zu avancieren, kann ich die Platte trotz allem guten Gewissens jedem Freund melodischen und anspruchsvollen Schwermetalls empfehlen! Mal sehen, was man in Zukunft von den Burschen noch erwarten kann!

Michael Meyer






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