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Tales From Midgard

Label: Scarlet Records (2004)

Ja, alle Herr der Ringe Fans, die das hier lesen, liegen richtig. Der Bandname ist kein Zufall, die Story Programm. 3 junge Schweden haben sich aufgemacht, der legendären Trilogie von Tolkien ihre eigene Interpretation der Menschheit darzulegen. Herausgekommen ist dabei ein Album, dass nicht mal im Ansatz die Erwartungen erfüllt, die der Titel eventuell wecken könnte. Da ich mich in den Tiefen der Filmtrilogie und auch der Bücher nicht auskenne, spare ich mich einen Kommentar über die Lyrics und überlasse das den Kennern der Saga. Fest steht jedenfalls das die musikalische Umsetzung vollends daneben gegangen ist. Statt dramatischen Wendungen, majestätischen Fanfaren, kriegerischen Noten und sanftmütigen Klängen wird uns hier ein höchst unterdurchschntittliches Powermetalalbum serviert, dass in keiner Minute weder Gandalf noch Frodo hinter den Bäumen hervorlockt. Laut Infozettel fließen Einflüsse von Dio und Sabbath mitein, dass kann man durchaus bestätigen wenn auch die genannten Bands mehr als nur eine Nummer zu groß sind für The Ring. Zudem sagt mir Sänger Jakob Samuel überhaupt nicht zu, bei ihm wären ein paar Gesangsstunden mehr von Vorteil oder die volle Konzentration auf die Drums, die er auch einspielt hat. Es fällt wirklich schwer, auf diesem Album Songs hervorzuheben. In Ansätzen gefallen höchstens,Unite Or Fall’ und ,Halls Of Doom’. Die restlichen Tracks plätschern allesamt vo sich hin ohne jemanden vom Stuhl zu reißen sodass letztlich dass einzige Highlight des Albums das Coverartwork von JP Fournier darstellt, der auch schon für Größen wie Edguy, Avantasia und Immortal gezeichnet hat.

Kein Album das man sich zweimal anhört. Wenn man bedenkt, dass in Anlehnung an die Filmreihe noch zwei Scheiben folgen sollen, muss schon eine gehörige Steigerung her. Ob die gelingt… ich glaub’s eher nicht.

Oliver Bender






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