Reviews

Euphoraphonic

Label: Bellaphon (2002)

Hääääääääääääääääh?!!!???? Schon wieder Außerirdische, die Musik machen? Wer bitte braucht das? Mit GWAR gab es ja vor diversen Jahren eine musikalisch zwar wenig spektakuläre, dafür aber unter, ähem, theatralischen Gesichtspunkten durchaus erlenbenswerte Combo. Allerdings hatten auch die das Phänomen nicht als erste für sich entdeckt. Dem Musikhistoriker erschließt sich hier ein angenehmer Blick auf Ziggy Stardust, David Bowie’s alter Ego aus seiner genialen Frühphase. Die Story zu Purpeloid ist an sich so dünn und unspektakulär, dass ich sie schon wieder vergessen habe und daher mit keinem weiteren Wort darauf eingehen möchte - und kann...(irgendwie ging’s um Gutdruffnicks und Stoffverknappung oder so...). Die Musik klingt nach einer netten, aber belanglosen Mischung aus Kula Shaker und Hawkwind. Im Gehörgang will sich nichts so richtig festsetzen, stört allerdings auch nicht wesentlich, wenn man sich genüsslich in der Nase bohren möchte...Mein Tipp: bringt Euch in den gleichen mentalen Zustand, in dem die Band war, als sie sich die Story ausgedacht hat und sucht nach einem Exemplar dieser Platte im lokalen Plattenladen Eures Vertrauens. Ob das Ufo dann wirklich abhebt hängt wesentlich von Euren Neigungen ab. Langsam fange ich aber an mich zu fragen, warum mir die anderen Redakteure immer diese Kiffermucke zukommen lassen...Schätze, ich frag sie demnächst mal!

Frank Scheuermann






SonicShop - HiFi Gehörschutz