Reviews

Life On Display

Label: Interscope Records (2003)

Zwei Jahre sind vergangen seit dem, extrem erfolgreichen (4-fach Platin), Durchbruch der Mannen um Wesley Reid Scantlin. Zwei Jahre in denen die Vier aus Kansas eine Menge getourt haben und mit „Life On Display“ letztendlich wieder ein neues Werk an den Start bringen.

Der Anfang erinnert sehr an den ihres Debüts. Bereits der erste Song ‚Away From Me’, der auch gleichzeitig die erste Single-Auskoppelung ist, hat alles was damals ‚Control’ schon hatte: eine eingängige Melodie, gestärkt durch gute Gitarrenriffs und gewürzt mit Wesleys unverkennbarer Stimme. Allerdings wurde diesmal auf Poppigkeit verzichtet und harter Gitarrenrock auf dem Album verewigt. Natürlich hat das Album trotzdem auch langsame, balladenhafte Songs wie ‚Time Flies’. Dieser Track hat das Tempo von ‚Blurry’, ist aber wesentlich weniger melancholisch und hat im weiteren Verlauf mehr Pep durch die rockigen Parts. Ein typisches Beispiel für den guten Rock, den Puddle Of Mudd macht, ist ‚Bottom’. Harte Gitarren, eine klare Struktur und ein teilweise sogar zweistimmiger Gesang zeichnen diesen und viele weitere Titel des Albums aus. ‚Think’ sollte man sich auch auf jeden Fall anhören. Ein langsamer Song, bei dem man sich entspannen und fallen lassen kann. Als besonderen Bonus gibt es einen dreizehnten Track, der ‚Life Ain't Fair’ heißt. Er erinnert von seinem Aufbau her entfernt an ‚She Hates Me’, auch wenn der Track hart statt spaßig ist. Dem Chorus kann man aber immer wieder nur zustimmen. Angelehnt ist das ganze Album wohl an den Stil von Alice in Chains. John Kurzweg, der auch Produzent für „The Long Road“ von Nickelback war, hat bei diesem Album gute Arbeit geleistet und das Beste aus den Jungs herausgeholt.

Als Fazit kann man sagen, dass das Warten auf die neue Scheibe von Puddle Of Mudd sich gelohnt hat und sie die hohen Erwartungen mit ihrem neuen, härteren Sound übertreffen können.

Winfried Bulach






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