Reviews

Bleed For The Gods

Label: Massacre Records (2001)

Viele Anhänger der Metal Gemeinde, die nicht von den 80ern an dieser Leidenschaft verfallen sind, weil sie vielleicht noch gar nicht geboren oder einfach zu jung waren, um sich um Musik zu kümmern (wie meine Wenigkeit...) wissen evtl. nur sehr wenig über Bands der 80er, die der Ursprung des heutigen Heavy Metal sind, weil diese Bands einfach ein wenig in Vergessenheit geraten sind. Mit dem vorliegenden Album „Bleed For The Gods“ von Powergod haben sich die Jungs um Sänger President Evil mit diesem Thema beschäftigt und eine Platte eingespielt, auf der 16 Songs der Urgesteine des Rock von Powergod in ihrem Stil musikalisch umgesetzt wurden. Dabei wurden als Vorlage beispielsweise ‚Kill With Power’ von Manowar, ‚Red Rum’ von Lizzy Borden, I`m A Viking’ von Yngwie Malsteen oder ‚XXX’ von Nasty Savage verwendet. Letzteres stellt für mich auch das absolut Highlight der CD dar, da der Underground Trash Klassiker durch Schnelligkeit, Härte und tollem Gesang überzeugt. Aber auch ‚Ruler Of Wasteland’ (Chastain) und ‚Tor With The Hammer’ (TNT) besitzen diesen Charakter und kommen fett durch die Boxen. Abgeschlossen wird die CD durch den Song ‚You And I’ von M.A.R.S./ Driver, das durch Hymnencharakter besticht und einen bleibenden Eindruck im Ohr hinterlässt, obwohl die CD zu Ende ist. Interessant ist bei der CD, dass Gitarist Riff Randalf, Drummer Hama Hart und Sänger President Evil keinen „klassischen“ Coversong wie ‚Master Of Puppets’, ‚Smoke On The Water’ oder einen der schon X-mal gecoverten Lieder genommen haben, sondern eher unbekannteren Songs ihren Stempel aufgedrückt haben und sie zeitgemäß neu umgesetzt haben. Für alle, die sich schon immer für den 80er Jahre Sound interessiert haben, ihn kennen oder ihn kennen lernen wollen, ist diese Platte eine einmalige Gelegenheit, Kontakt mit dieser Welt zu bekommen!

Thomas Schmitt