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Secrets Of Life

Label: Scarlet Records (2003)

So, da wären sie also: Platitude, eine Vereinigung von 7 jungen Herren im Alter von 16 bis 21 Lenzen, die sich zum musizieren trafen und jetzt ausziehen um Furore zu machen. Die Ansammlung von Aneinandergereihten Noten ergibt Summa summarum Progmetal. Vorbilder sollen Yngwie, Europe oder auch Majestic sein und natürlich Symphony X. Meiner ureigenen Sichtweise trifft nur das letztere zu. Denn, das zelebrierte stellt lupenreinen Prog da, schnelle äußerst melodiöse Riffs gepaart mit einigen Midtempoparts, das für Yngwie typische exzessive und spätestens nach zwei Minuten am Stück nervende Gefrickel wird hier in einer sehr benutzerfreundlichen Weise dosiert. Vom Line-Up her ist nur eine Sache auffällig: 2 Keyboarder, die nicht, obwohl man es vermuten könnte, penetrieren. Sonst nichts außergewöhnliches, weder positives noch negatives, folglich nichts was aus der Masse herausstechen könnte. Geschweige denn den Größen dieser Musikrichtung den Thron streitig machen könnte. Die Jungs haben ein Album veröffentlicht, das vom Handwerk her grundsolide ist, der letzte Kick des Einzigartigen fehlt aber. Aus diesem Grunde fällt es mir auch schwer einen persönlichen Favorite-Song zu benennen. ‚Dance Thru The Fire’ oder auch ‚Anima’ wären hierfür Alternativen. Die Platte wird in zwei Versionen auf dem Markt erscheinen: zum einen als Digipack in limitierter Auflage, zum andern als normale Jewelbox.

Mein Tipp: Wer von Symphony X die Nase voll hat aber die Richtung nicht geändert haben möchte für den ist der Kauf eine Pflicht. Für alle anderen eine Frage des Geschmacks!

Carsten Rothe