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Faces

Label: AFM Records (2004)

„Different But The Same“ hieß das letzte Release von Perzonal War und ob sie es wollten oder nicht der Titel passte irgendwie zu den niemals endenden Vergleichen mit Metallica. Trotz eines zweifellos guten Albums klang doch vieles extrem an den Amis orientiert zumal Sänger Matthias Zimmer stimmliche Ähnlichkeiten mit James Hetfield aufzeigte.

Dies hat sich natürlich auch auf der neuen Scheibe nicht komplett geändert, dennoch klingen Perzonal War eigenständiger weil in gewisser Hinsicht auch innovativer. Neben astreinen Thrashkillern wie dem Opener ,Devil In My Neck’ oder ,Into The Fire’ hat zuweilen auch die Eingängigkeit Einzug in den Songs gefunden. Bestes Beispiel hierfür ist das Stück ,My Secret’ dass durchaus Ohrwurmcharakter und Hitpotential hat. Daneben gibt es auch solch geniale Stampfer wie ,Divergent’ bei dem man jeden Moment das Gefühl hat, die Wände brechen ein, kurzum: Die stilistische Bandbreite der Band ist größer geworden ohne die Wurzeln zu verleugnen. Nach wie vor dominiert bei Perzonal War ein explosives Riffgewitter gepaart mit einer druckvollen Produktion. Matthias Zimmer wandelt gesanglich nicht nur auf Hetfield Pfaden, sondern bringt in gewissen Parts auch melancholische und melodische Linien zum Vorschein. Das hohe Level der erwähnten Tracks ist der rote Faden des Albums und zwar von der Nummer 1 bis zur Nummer 12. Allen Kaufinteressierten sei hierbei noch die Limited Edition empfohlen, hier gibt es neben einem Videoclip (,My Secret’), einem Bildschirmschoner und Hintergrundbildern noch 2 Bonustracks, von denen es mir vor allem ,The Sleeper’ angetan hat. Eine schwermütige und melancholische Nummer zugleich, die als Sahnehäubchen einen herrlichen Chorus zu bieten hat.

Wer „St. Anger“ verteufelt, ist hier genau richtig. Ein durch und durch überzeugendes Album.

Oliver Bender






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