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Destination: Downfall

Label: Eigenproduktion (2004)

Der deutsche Nachwuchs soll gefördert werden, was man im Fußball seit 3-4 Jahren wieder tut, geschieht auch im Metalbereich, wo es immer mehr ordentliche Demobands zu vermelden gibt. Path Of Golconda aus Oberhausen gehören ebenfalls zu dieser Spezies. Zur Championsleague was die Tabellensituation in der Demoliga angeht. Die Produktion wurde mal eben zu Andy Claasen in das Stage One Studio verlegt, ein gewagt teures, aber auch mutiges Unterfangen, denn so bekam man einen sehr druckvollen, eigenen Sound verpasst, der die Qualitäten der Truppe untermauert.

Eine Mischung aus Black, Death und ein bisserl Thrash Metal bietet „Destination: Downfall“, genau festlegen kann und muss man die Jungs auch nicht. Sie nehmen rasende Blackelemente, groovende Deathparts und riffen noch einen drauf. So entsteht nicht etwa Stilchaos, sondern harte, eingängige Musik, die sich sehr kompakt und schnell auf der Platte präsentiert. Aufgelockert durch ein atmosphärisches Instrumental ‚This Dead End World‘, tritt jeder Song Arsch und einige besitzen zudem noch geniale Titel wie mein Fave ‚Message In A Rifle‘, der auch mein Anhörtipp dieser Platte ist. Musikalisch hat man von gelegentlichen Immortalzitaten in Gesang wie Gitarre über deathig schwedische Melodien bis zu The Crown-artigem Death sehr viel zu bieten. Die Leistung der Jungs ist es einfach harten und schnellen Sound mit Nachvollziehbarkeit zu kombinieren, sowie auch mal einen Sound auf der Gitarre zu haben, der nicht unbedingt zu den gängigen Metalklängen zählt (Intro zu ‚Petriachor‘). Diese Platte funktioniert über 45min auch wegen des Gesangs, der zwischen Schreien und fetten Growls hin und her pendelt, so die Songs aufwertet. Fehlt nur noch ein Label zum Glück, um dieses Album zu promoten, wer es in der Eigenpressung haben will, gehe zur Homepage von Path Of Golconda (www.pathofgolconda.com), dort wird man fündig werden, es lohnt.

Christian Kremp






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