Reviews

Zwischenwelt

Label: Boersma Records (2018)

Das nächste Album der Hessen um ihren Fronter Carsten Linhs. Nach „Schwarzmaler“ kommt mit diesem Eisen der nächste geniale Schritt. Ein Schritt in Entwicklung, Erfahrung und Komplexität. Das was Pentarium darstellen wollen wird immer klarer und feiner definiert und sichtbarer als auch hörbar. Blastparts mit anmutigen avantgardistischen, erhabenen Zügen, Raserei geleitet durch die Vocals um allen seinen Stempel zu verpassen. Inhaltlich den Finger in der Wunder der Zeit von häuslicher Gewalt bis zu Depression ist so ziemlich alles enthalten auch Lyrics beeinflusst von H.P. Lovecraft. Dazu noch die außergewöhnliche Herangehensweise mit teils deutschen Lyrics.
 
Wie hört sich das an? Starten wir mit dem Opener ‚13‘ welcher mich vom Titel her an Eisregen erinnerte, aber damit voll falsch lag, hier geht es um die erwähnte häusliche Gewalt und das Ganze ist im Deathstil aufgedröselt worden. Blastpasts meets Breaks und Wiederholungen die richtig Laune und die Matte zum Fliegen bringen. Dann bekommt man noch Keys auf die Ohren zur Untermalung, zur Einleitung, Hinführung, zur Dramatisierung oder auch nur als stilistisches Momentum. Man wecheselt in den Tempi, man spielt und immer wieder kommen einem die beiden Voices in den Sinn und Gehörgänge, diese beiden Stile sind so markant, dass man sagen kann, diese Stimmen das Besondere an dieser Band. In Kombination mit den genannten Trades ein absoluter Hinhörer. Beweise? Dann nehmt doch mal noch den Midtempostampfer ‚Nemesis‘ oder ‚Wo Worte versagen‘ oder ‚Beyond‘ … Mit diesen Songs im Ohr sollte was gehen…
 
Mein Tipp: Eine ganz klare Lauschempfehlung für euch. Die Jungs bringen frischen Wind in den Deathmetal-Sektor. Ihre sehr spezielle Herangehensweise ist absolut hörenswert, check it out. Die Pommesgabel zum Gruße!!!
 
10/10
 
Car Sten