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Road Salt One

Label: InsideOut (2010)

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin mir alles andere als sicher, ob sich Pain Of Salvation mit "Road Salt One" einen Gefallen getan haben. Es handelt sich um eine Band, die im progressiven Sektor beheimatet ist und auf bislang sechs Alben (plus Live CDs und DVDs) stets zu überzeugen wusste. Früher war die Mannschaftsleistung dieser Band geradezu unglaublich, auch wenn mit "Be" erste Zweifler zu Wort kamen. Zu sperrig, zu wenig einnehmend sei die Musik hieß es damals. Mit "Scarsick" wurden dann die kritischen Stimmen, die es bei "Be" nur vereinzelt gegeben hatte noch lauter. Dies setzt sich jetzt mit ungebremster Lautstärke fort.

Dabei singt Daniel Gildenlow noch genauso genial wie damals, er spielt noch genauso gut Gitarre und Keyboards. Aber die Songs wirken sehr unspektakulär. Auch wenn die Platte in sich stimmig ist mit ihren deutlichen Referenzen an die 70er Jahre und zuweilen die bluesigen Untertöne, aber ich hatte leider zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, es mit einer herausragenden Platte zu tun zu haben. Wie gesagt, es ist nichts schlechtes auf der Scheibe, aber für eine Band wie Pain Of Salvation ist das definitiv zu wenig.

Frank Scheuermann






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