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Phantom Limb

Label: Relapse (2007)

Blastgewitter - das ist eine recht freundliche Umschreibung dessen, was der geneigte Metalhead im Extrem-Sektor auf die Ohren bekommt. Hasswalzen, Aggressivität pur, infernalisches gegrinde, Riffgewitter - man könnte auch sagen Riffflut. Höchst energetisch - wie es sich für Grindcore gehört, aber hier ist noch eine Prise Noise dabei, was den Gesamteindruck noch gewaltiger darstellt! Aber trotz diesem Blastgewitter das einen an die Verdun-Offensive erinnert, sind die Songstrukturen hör bar als auch nachvollziehbar und ebenso schlüssig und in sich geschlossen.

Dem Genre entsprechend ist die Songlänge nicht unbedingt Rekordverdächtig, bis auf den Hidden-Track am Ende des Albums. Es finden sich insgesamt 15 Songs auf dem Langeisen, deren Songlänge von knapp einer Minute bis zu dem eben erwähnten Song von über sieben Minuten, variiert.

Permanentes Double-Bass, Killer-Riffs und geniales gegrinde. Anhand der Songnamen lässt sich die inhaltliche Sicht recht leicht erkennen: Die tiefsten Abgründe der Menschheit werden besungen. Als Lauschproben würde ich euch den Opener 'RottenYellow' oder 'Loathsome' oder 'Girls In The Slayer Jacket' oder den Hidden-Track empfehlen. 'Lesser Animal' weißt noch einen kurzen Tatsachenbericht am Ende des Songs auf, bei dem der Zustand einer gefundenen Leiche geschildert wird...Für alle Hobbypathologen in intensives kurz Seminar!

Mein Tipp: Grindcore wie er sein muss, gewaltig, energetisch, roh und brachial! Fett ohne Ende!

Car Sten






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